Wütende Hupkonzerte: Gegner des Diesel-Fahrverbots ziehen durch Stuttgart

Stuttgart - Plötzlich wurde es am Samstagnachmittag laut in der Stuttgarter Innenstadt. Der Grund dafür war weder zu übersehen, noch zu überhören: Es waren zahlreiche wütende Autofahrer!

Hupend zogen rund 140 Fahrzeuge durch Stuttgart.
Hupend zogen rund 140 Fahrzeuge durch Stuttgart.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Diese zeigten offen ihren Unmut gegen das seit Jahresbeginn geltende Verbot für Diesel-Fahrzeuge der Schadstoffnormen Euro 4 und schlechter - sowie den Plänen das Verbot auf die Euro-5-Wagen auszuweiten.

Aufgerufen hatten die Verbotsgegner von dieseldemo.de gemeinsam mit der Gruppe "Bullis & Friends gegen Dieselfahrverbote in Stuttgart".

Auf der Homepage von dieseldemo.de heißt es: "Das Fahrverbot wird in Stuttgart ab 1.1.20 auf Euro 5 ausgeweitet, wird Mitte 2020 verschärft, gilt in Berlin ab 1.10., betrifft in Darmstadt sogar Benziner, ist in Köln vom Gericht angeordnet."

Für die Dieselfreunde sei der Zeitpunkt gekommen, "ein deutschlandweites Zeichen in der Stadt zu setzen in der es die größte Fahrverbotszone gibt". Ihre Forderung: "Kommt alle nach Stuttgart und nehmt teil".

Ab 14 Uhr Uhr startete der Autokorso durch die Stuttgarter Innenstadt, auf der Theo und am Rotebühlplatz ging minutenlang gar nichts mehr, während sich die Demonstranten Stoßstange an Stoßstange durch die Verbotszone bewegten. Sie hupten, hatten Flyer an ihre Autos geklebt, forderten per Lautsprecherdurchsage ein Umdenken der Politik.

Wie ein Polizeisprecher gegenüber TAG24 erklärte, waren rund 140 Fahrzeuge in der Stadt unterwegs Richtung Neckartor - Deutschlands schmutzigster Kreuzung. Dort soll die Diesel-Demo gegen 17 Uhr zu Ende gehen. Bislang verläuft der lautstarke Protest ohne Zwischenfälle.

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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