Fast 200 Afrikaner verhinderten Abschiebung: Kameruner ist wieder zurück in Deutschland

Stuttgart - Die gescheiterte Abschiebung eines Togoers in Ellwangen (Baden-Württemberg) hatte Anfang Mai bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Bis zu 200 Afrikaner umzingelten die Polizisten. Nun ist ein abgeschobener Kameruner, der eine Demo gegen den Polizeieinsatz organisierte, wieder in Deutschland.

Mai 2018: Beamte eskortieren einen Mann aus der Unterkunft in Ellwangen.
Mai 2018: Beamte eskortieren einen Mann aus der Unterkunft in Ellwangen.  © DPA

Wie der Protest gegen den Polizeieinsatz organisiert.

Der "Freundeskreis Alassa" feierte die Rückkehr des Mannes. "Alassa hat einen Asylfolgeantrag gestellt, der vom BAMF1 entgegengenommen wurde und nun geprüft wird. Der Kampf geht also weiter. Dafür sind wir aber bestens gerüstet", zitiert das linke Portal "Rote Fahne News" die Sprecherin des Freundeskreises, Adelheid Gruber.

Der Einsatz hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Nachdem die Abschiebung gescheitert war, kehrte die Staatsmacht mit Hunderten Beamten zurück und durchsuchte das Areal der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen.

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Die Razzia kostete rund 360.000 Euro, sieben Menschen wurden verhaftet.

Die Polizei rückte zu Hunderten an.
Die Polizei rückte zu Hunderten an.  © DPA

Titelfoto: DPA

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