Darum sind südhessische Amateurkicker schlecht auf den VfB zu sprechen

Im Mai 2015 hätte das Spiel stattfinden sollen. Hätte. Es kam nie dazu. (Symbolbild)
Im Mai 2015 hätte das Spiel stattfinden sollen. Hätte. Es kam nie dazu. (Symbolbild)  © 123RF

Stuttgart/Offenbach - Lange Gesichter im südhessischen Langen (Kreis Offenbach): Vor fünf Jahren hatte der dortige Fußballverein 1. FC Langen ein Freundschaftsspiel mit den Profis vom VfB Stuttgart vereinbart. Doch dazu kam es nie, wie die Bild-Zeitung berichtet.

Demnach begann alles im Jahr 2011. Die Südhessen standen nach Bild-Angaben vor der Insolvenz. Da schrieb der Langener Vereinsvorsitzende Stephan Seibel den VfB wegen eines "Rettungsspiels" an. Immerhin sei der damalige VfB-Präsident Gerd Mauser früher Seibels Nachbar gewesen.

Die Stuttgarter sagten zu, schickten den Hessen einen Vertrag für das Freundschaftsspiel. Unterzeichnet wurde das Dokument im September 2012, das Spiel sollte laut Vertrag im Mai 2015 im Waldstadion Oberlinden in Langen über die Bühne gehen.

Dann gab es seitens des VfB immer wieder Nachfragen, berichtet das Blatt. Der FC Langen habe ihnen Bilder vom Stadion schicken sollen. Mal habe es von den Stuttgartern geheißen, der Platz sei nicht bespielbar. Mal, dass der Bus dort nicht parken könne. Auch mit Polizei und Stadt sollten die Langener (spielen in der Gruppenliga Frankfurt Ost) sprechen. Grund: Möglicher Ärger mit Eintracht-Anhängern. Voran ging aber offenbar nix.

"Nie wieder was gehört"

Wie die Bild berichtet, schrieben die Südhessen wiederholt den VfB an. Zum Freundschaftsspiel kam es aber nicht. Im Februar dieses Jahres habe Stephan Seibel schließlich mit dem hessischen Fußball-Verband in der Sache telefoniert. Daraufhin hätten sich die Schwaben gerührt: Nach der Planung im März wolle man sich melden. "Ich habe nie wieder was gehört", zitiert die Bild einen frustrierten Seibel.

In Langen scheint der Geduldsfaden mittlerweile gerissen zu sein. Man wolle eine Entschädigung für den entgangenen Gewinn und fühle sich vom VfB an der Nase herumgeführt. Nun geht die Sache vielleicht sogar vor Gericht. "Wir überlegen sogar, ob wir klagen können, denn wir haben ja einen Vertrag, den der VfB Stuttgart bisher nicht erfüllt hat“, so Seibel gegenüber dem Springer-Blatt.

Beim VfB scheint man sich in der Sache wortkarg zu geben. Auf Nachfrage habe ein Sprecher der Bild nur geantwortet: „Wir befinden uns im Austausch mit dem Klub.“


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