Trotz Diesel-Fahrverbots: Stuttgart reißt Feinstaub-Grenze!

Stuttgart - Die Feinstaubbelastung in Stuttgart hat am zweiten Alarmtag den zulässigen EU-Grenzwert überschritten.

Seit Montag werden Autofahrer in Stuttgart wieder dazu angehalten, ihre Wagen stehen zu lassen. (Archivbild)
Seit Montag werden Autofahrer in Stuttgart wieder dazu angehalten, ihre Wagen stehen zu lassen. (Archivbild)  © DPA

Am besonders belasteten Neckartor in der Innenstadt lag die Feinstaubkonzentration am Dienstag im Tagesmittel bei 65 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, wie aus vorläufigen Daten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) am Mittwoch hervorging.

Nach EU-Recht sind höchstens 50 Mikrogramm erlaubt - und das an maximal 35 Tagen im Jahr. Am Montag war der Messwert bereits gestiegen, er blieb jedoch zunächst unter dem Grenzwert.

Der sechste Feinstaubalarm seit Mitte Oktober hatte in der Nacht zum Montag begonnen. Autofahrer in Stuttgart sind seitdem wieder aufgerufen, ihren Wagen stehenzulassen und auf Busse und Bahnen umzusteigen.

Der Alarm wird immer dann ausgerufen, wenn Meteorologen über mehrere Tage hinweg einen geringen Luftaustausch in der Atmosphäre erwarten. Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickstoffdioxid können dann nicht abziehen. Das Ende des Alarms war zunächst offen.

Zudem gilt seit dem 1. Januar 2019 ein Fahrverbot für Diesel der Abgasnorm Euro 4 und darunter, um die Luftqualität zu verbessern.

Die schmutzigste Kreuzung Deutschlands: das Neckartor. (Archivbild)
Die schmutzigste Kreuzung Deutschlands: das Neckartor. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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