Wegen Moschee-Neubaus: Hier waren heute Hunderte Polizisten im Einsatz

Stuttgart - Die Stuttgarter Polizei ist mit mehreren Hundert Polizisten bei einer Demonstration gegen eine Moschee im Stadtteil Feuerbach im Einsatz.

Demonstranten der Jungen Alternative in Feuerbach.
Demonstranten der Jungen Alternative in Feuerbach.  © DPA

Die Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative Stuttgart, hat als Veranstalter der Kundgebung 150 Teilnehmer angemeldet. Los geht's um 14 Uhr. Das Bündnis "Stuttgart gegen Rechts" ruft ab 12 Uhr zur Gegendemo auf und rechnet nach eigenen Angaben mit mehreren Hundert Teilnehmern.

Die Polizei hat rund um den zugewiesenen zentralen Platz für die Veranstaltung Absperrgitter aufgestellt. Zwei Stadtbahnen und eine Buslinie halten dort nicht. Für die Einsatzbeobachtung aus der Luft setzt das Polizeipräsidium Stuttgart auch Polizeihubschrauber und erstmals eine Drohne ein.

Derzeit (Stand: 12.21 Uhr) ist die Lage vor Ort ruhig, wie ein Polizeisprecher gegenüber TAG24 berichtet. "Weil es sich jedoch um eine Demo der AfD-Jugendorganisation handelt, könnten aber auch Linksextreme anreisen", so der Sprecher weiter. Aber nicht nur zwischen Links und Rechts könnte es in Feuerbach zu Spannungen kommen. Da es sich beim geplanten Gebäude um eine DITIB-Moschee handelt, sei auch nicht auszuschließen, dass sich neben Linksextremen auch Türken oder gar Kurden der Gegendemo anschließen, heißt es von Seiten der Polizei. Und gerade zwischen Türken und Kurden bestehe derzeit genügend Konfliktpotential.

Die Junge Alternative hatte am Freitag per Eilantrag durchgesetzt, dass die Demonstration in Feuerbach stattfinden darf. Die Stadt Stuttgart hatte aus Gründen der öffentlichen Sicherheit versucht, die Kundgebung nach Zuffenhausen zu verlegen.

Die Stadt appellierte an die Teilnehmer der Veranstaltungen, trotz aller Meinungsverschiedenheit fair und respektvoll miteinander umzugehen.

UPDATE: 14.08 Uhr

Es gab die ersten Festnahmen. Wie ein Polizeisprecher unserer Redaktion berichtete, wurden insgesamt vier Personen aus dem linken Spektrum vorläufig festgenommen. "Bei zwei Personen wurden bei Kontrollen im Vorfeld Einhandmesser entdeckt. Die anderen Beiden sollen versucht haben, die Demo der Jungen Alternative zu stören." Sie sollen wohl einen Redner der Moschee-Gegner mit Wasser bespritzt haben.

Ansonsten sei die Lage bislang ruhig. Den schätzungsweise bis zu 100 Demonstranten der Jungen Alternative stünden etwa 350 Gegendemonstranten aus dem bürgerlichen wie linken Spektrum entgegen, so der Sprecher.

UPDATE: 15.05 Uhr

Bis zu 120 Gegner der geplanten Moschee haben im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach am Samstag demonstriert. Bis auf die vorläufigen Festnahmen von Personen aus der linken Szene verlief die Aktion friedlich, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Ein Wasserwerfer stand bereit.
Ein Wasserwerfer stand bereit.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart
Vor den Demonstrationen: Die Polizei bereitet sich vor.
Vor den Demonstrationen: Die Polizei bereitet sich vor.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Titelfoto: DPA


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