Berufe von Flüchtlingen sollen besser anerkannt werden

Ugaas Z, Praktikant bei einem Industrieunternehmen, arbeitet an einem Wärmetauscher. Ugaas ist Flüchtling und kam aus Somalia nach Deutschland.
Ugaas Z, Praktikant bei einem Industrieunternehmen, arbeitet an einem Wärmetauscher. Ugaas ist Flüchtling und kam aus Somalia nach Deutschland.  © DPA

Stuttgart – Wegen dem Fachkräftemangel soll die Berufserfahrung und die Abschlüsse von Zuwanderern und Flüchtlingen künftig höher geschätzt werden.

"Die Integration von geflüchteten Fachkräften und Qualifizierten aus EU-Ländern in Arbeitsmarkt und Gesellschaft ist entscheidend für den sozialen Zusammenhalt und für die Zukunft des Landes", sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Christoph Dahl, in Stuttgart.

Über das Stipendienprogramm "Berufliche Anerkennung in Baden-Württemberg»"habe die Stiftung bisher 500 Menschen gefördert. Zwei Millionen Euro flossen demnach in die Unterstützung von Zuwanderern, die ihre Berufs- oder Studienabschlüsse in Baden-Württemberg anerkennen lassen wollten. 72 Fachkräfte hätten inzwischen die volle Anerkennung erhalten.

Das Stipendium soll etwa Krankenpflegern und Ärzten, Erziehern und Lehrern sowie Ingenieuren aus dem Ausland in der Startphase finanziell über die Runden helfen. Kosten entstehen Flüchtlingen oder Zuwanderern zum Beispiel, wenn sie die deutsche Sprache lernen, Zeugnisse beglaubigen und übersetzen lassen müssen, wenn Pflichtpraktika oder Prüfungsgebühren anfallen.

Mehr als 5200 ausländische Fachkräfte hatten nach Angaben der Landesstiftung im vergangenen Jahr eine Gleichstellung ihrer Qualifikation beantragt. 3453 Bewerber erhielten demnach eine vollständige Anerkennung ihrer Abschlüsse.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0