"SOFIA" ist da: Fliegendes Labor der NASA in Stuttgart gelandet

Stuttgart - Mit einem Tag Verspätung ist das Forschungsflugzeug SOFIA am frühen Montagmorgen auf dem Stuttgarter Flughafen gelandet.

Jürgen Stutzki von der Universität Köln, steht 2011 in der einzigen fliegenden Sternwarte der Welt auf dem Stuttgarter Flughafen an einem Spektrometer Messgerät, dem Herzstück des deutsch-amerikanischen Stratosphären-Observatoriums.
Jürgen Stutzki von der Universität Köln, steht 2011 in der einzigen fliegenden Sternwarte der Welt auf dem Stuttgarter Flughafen an einem Spektrometer Messgerät, dem Herzstück des deutsch-amerikanischen Stratosphären-Observatoriums.  © Bernd Weißbrod dpa/lsw

Es war ursprünglich schon am Sonntagmorgen erwartet worden, hob aber später als geplant ab.

In den kommenden Tagen ist das deutsch-amerikanische Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (Sofia) - eine umgebaute Boeing 747 SP - auf dem Stuttgarter Flughafen zu sehen.

Regelmäßig heben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit SOFIA ab, um zum Beispiel die Entstehung junger Sterne und Planetensysteme zu beobachten oder die Milchstraße zu untersuchen.

Das Flugzeug hat ein 17 Tonnen schweres Teleskop an Bord. Damit können Forscher unter anderem die Entstehung junger Sterne und Planetensysteme beobachten.

SOFIA ist das weltweit einzige fliegende Infrarot-Observatorium und eines der größten deutsch-amerikanischen Projekte zur Erforschung des Weltraums. Betreut wird es von Forschern der Universität Stuttgart.

Erstmals Beobachtungsflug über Europa

Die fliegende Sternwarte "SOFIA", eine Boeing 747-SP der NASA, erreichte in den frühen Morgenstunden den Stuttgarter Flughafen.
Die fliegende Sternwarte "SOFIA", eine Boeing 747-SP der NASA, erreichte in den frühen Morgenstunden den Stuttgarter Flughafen.  © Christoph Schmidt/dpa

Vom 18. auf den 19. September (Start 19.40 Uhr) wird es erstmals auch einen Beobachtungsflug über Europa geben.

So soll zum Beispiel die Umgebung des supermassiven schwarzen Lochs der Galaxie Markarian 231 im Sternbild Großer Bär untersucht werden, wie die Universität Stuttgart mitteilte.

Dabei erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen den Magnetfeldern in der Scheibenstruktur um das schwarze Loch und den Radiojets – den stark gebündelten und beschleunigten Gasausströmungen senkrecht zu diesen Scheiben, die unter anderem intensive Radiostrahlung aussenden.

Betrieben wird Sofia von der US-Raumfahrtbehörde NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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