Immer mehr Gewalt im öffentlichen Raum: So viele Tatverdächtige haben keinen deutschen Pass

Stuttgart - Gewaltsame Angriffe haben auf den Straßen und Plätzen im Land Baden-Württemberg im vergangenen Jahr zugenommen.

Die Zahl der Asylbewerber unter den Tatverdächtigen ist gestiegen. Von zehn Prozent (2017) auf zwölf. (Symbolbild)
Die Zahl der Asylbewerber unter den Tatverdächtigen ist gestiegen. Von zehn Prozent (2017) auf zwölf. (Symbolbild)  © DPA

Das berichten die Stuttgarter Nachrichten mit Verweis auf die Polizeiliche Kriminalstatistik, die am Freitag vorgestellt werden soll.

Demnach kletterte die Zahl sogenannter Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum landesweit auf 27.444 Fälle. Im Jahr 2017 waren es noch 26.089 Fälle. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent.

Einfache Körperverletzungen machten dem Bericht zufolge über die Hälfte der Aggressionsdelikte aus, die auf offener Straße, auf Plätzen, in Parks oder in öffentlichen Verkehrsmitteln begangen wurden. Straftaten, bei denen Gewalt angedroht oder angewendet wird, werden auch Aggressionsdelikte genannt.

Laut dem Zeitungsbericht hatten etwa 39 Prozent der Tatverdächtigen bei diesen Straftaten im vergangenen Jahr im Südwesten keinen deutschen Pass. Zwölf Prozent der ermittelten, mutmaßlichen Täter "waren zuletzt Asylsuchende und Flüchtlinge – ohne die anerkannten Asylberechtigten".

Im Jahr 2017 hatte ihr Anteil demnach noch zehn Prozent betragen. "Asylbewerber und Flüchtlinge bilden rund zwei Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg. Sie sind bei den Aggressionsdelikten also überrepräsentiert", schreibt die Zeitung.

Die neue Polizeiliche Kriminalstatistik wird am Freitag vorgestellt. (Symbolbild)
Die neue Polizeiliche Kriminalstatistik wird am Freitag vorgestellt. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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