Als Teenie zum Islamischen Staat? Mutmaßlicher Terrorist vor Gericht

Stuttgart - Ein besonders junger mutmaßlicher IS-Terrorist muss sich von Dienstag an in Stuttgart vor Gericht verantworten.

Vor dem Oberlandesgericht räumte der Angeklagte (Mitte) am Dienstag ein, sich dem IS angeschlossen zu haben.
Vor dem Oberlandesgericht räumte der Angeklagte (Mitte) am Dienstag ein, sich dem IS angeschlossen zu haben.  © DPA

Der heute 18 Jahre alte Iraker Arquam A. soll sich im Herbst 2014 in seiner Heimat mit damals gerade mal 14 Jahren der Terrormiliz angeschlossen haben.

In einem Ausbildungslager soll er laut Anklage an paramilitärischen Schulungen teilgenommen und dann zunächst vor allem Wachdienste geleistet haben.

Im Sommer 2015 soll er an Kämpfen gegen die irakische Armee beteiligt gewesen sein. Im Herbst 2015 kehrte er den Angaben zufolge dem IS den Rücken und verließ den Irak Richtung Europa.

Im Februar 2016 kam er nach Deutschland, Anfang Juni 2018 wurde er bei Heidelberg festgenommen.

UPDATE: 11 Uhr

Der Iraker räumte am Dienstag beim Prozessauftakt am Oberlandesgericht ein, sich schon im Alter von 14 Jahren dem IS angeschlossen zu haben.

Nachdem sein Vater von Unbekannten erschossen und er von seinem größten Bruder immer wieder geschlagen worden sei, habe er einen Platz im Leben gesucht, sagte er zur Begründung (Az.: 3 - 33 OJs 42/18).

Im Juni klickten bei Arquam A. die Handschellen. (Symbolbild)
Im Juni klickten bei Arquam A. die Handschellen. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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