Seit Potsdam: Schon acht verdächtige Pakete im Ländle gefunden

Am vergangenen Mittwoch wurde in Ulm eine Apotheke abgesperrt - wegen eines verdächtigen Pakets.
Am vergangenen Mittwoch wurde in Ulm eine Apotheke abgesperrt - wegen eines verdächtigen Pakets.  © DPA

Stuttgart - Seit dem Fund einer Paketbombe in Potsdam am 1. Dezember haben acht verdächtige Pakete in Baden-Württemberg für einen Polizeieinsatz gesorgt.

Die Sendungen seien von den Empfängern wegen fehlender Absender, auffälliger Verfärbungen oder abstehender Drähte und Kabel gemeldet worden, sagte Sprecher Renato Gigliotti vom Innenministerium in Stuttgart auf Anfrage der Zeitungen "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" (Samstagsausgabe).

Das Landeskriminalamt ist nach Angaben eines Sprechers in allen acht Fällen mit sogenannten Entschärfern ausgerückt. Bei keinem der Pakete handelte es sich um eine Bombe. Unter anderem sei in Herrenberg wegen eines Pakets ohne Absender das Rathaus geräumt worden – und in Ulm gab es eine Straßensperrung.

Gigliotti zufolge geht das Innenministerium davon aus, dass nach dem Potsdamer Fall die Bevölkerung sensibilisiert ist "und sich bei Verdachtsfällen eher bei der Polizei meldet". Unbekannte hatten eine Paketbombe an einen Potsdamer Apotheker geschickt. In einem Erpresserschreiben wurden vom Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro gefordert.

Titelfoto: DPA


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