Strobl greift durch: Südwesten schiebt mehr Flüchtlinge nach Italien ab

Vor allem Flüchtlinge aus Gambia, Eritrea und Nigeria sind betroffen. (Symbolbild)
Vor allem Flüchtlinge aus Gambia, Eritrea und Nigeria sind betroffen. (Symbolbild)  © DPA

Stuttgart - Baden-Württemberg hat in diesem Jahr schon mehr Flüchtlinge nach Italien abgeschoben als im gesamten vergangenen Jahr.

Bis Ende Oktober seien es 241 Menschen gewesen, berichten die "Heilbronner Stimme" und der "Mannheimer Morgen" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf das Innenministerium. Im vergangenen Jahr seien es insgesamt 151 Flüchtlinge gewesen, davor 219. Mehr als die Hälfte der betroffenen Asylbewerber komme aus den afrikanischen Ländern Gambia, Eritrea und Nigeria.

Im sogenannten Dublin-System ist der EU-Staat für Asylbewerber zuständig, den die Menschen auf ihrer Flucht als erstes betreten. Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte vor einem Jahr angekündigt, die Dublin-Regeln konsequent anwenden zu wollen und ankommende Asylbewerber etwa nach Italien zurückzuschicken.

Titelfoto: DPA


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