Islamisierung Deutschlands?! AfD-Politiker entdeckt diese Kalender

Stuttgart - Über die Supermarkt-Kette Kaufland wird eifrig in den sozialen Medien geschrieben. Grund dafür: ein Ramadankalender.

Der muslimische Fastenmonat Ramadan dauert vom 15. Mai bis zum 14. Juni. (Symbolbild)
Der muslimische Fastenmonat Ramadan dauert vom 15. Mai bis zum 14. Juni. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, hat der Einzelhändler aus Neckarsulm, der zur Schwarzgruppe (Lidl) gehört, den Kalender Anfang April ins Sortiment aufgenommen. Für gläubige Muslime beginnt am 15. Mai der Fastenmonat Ramadan. Um auch die Kinder spielerisch an das religiöse Ritual heranzuführen, gebe es den Ramadankalender.

Hergestellt wird der Kalender von gama-zuckersuess aus Berlin. Wie die Firma auf ihrer Homepage schreibt, gibt es den Kalender bereits seit Jahren: "Seit dem Jahre 2015 begleitet Euch und Eure Kinder der Ramadankalender durch die gesegnete Fastenzeit und versüßt Euch jeden Tag aufs Neue." Weiter heißt es dort über das an einen Adventskalender und dessen Türchen erinnernde Produkt: "Auf der Rückseite der Türchen bieten interessante Fragen zum Islam Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit und Gelegenheit, dem heiligen Monat und der Religion noch ein Stückchen näher zu kommen."

Für den AfD-Politiker Malte Kaufmann war der Ramadankalender zu viel. Auf Twitter spekulierte der Sprecher des AfD-Kreisverbands Heidelberg über eine Islamisierung - quasi durchs Kalendertürchen. Unterstützung fand Kaufmann unter anderem beim Magdeburger AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann. Der stellte in einem Tweet den Kalender in Zusammenhang mit der Debatte um den "Traditionshasen" genannten Schoko-Osterhasen bei Karstadt.

Die Reaktionen der Twitter-User klafften weit auseinander. Von "Der Islam gehört NIEMALS zu Deutschland!" bis zu "Ramadan ist ein Stück deutsche Kultur" war alles dabei. Übrigens: Der Ramadan endet am 14. Juni mit dem Zuckerfest.


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