Hakenkreuze, Verschwörungs-Theorien: So steht es um den Judenhass an Schulen

Stuttgart - 27 Schulen haben seit dem Frühjahr 2018 antisemitische Vorfälle an die Kultusverwaltung gemeldet.

Seit April 2018 müssen etwa antisemitische Vorfälle an Schulen gemeldet werden. (Symbolbild)
Seit April 2018 müssen etwa antisemitische Vorfälle an Schulen gemeldet werden. (Symbolbild)  © DPA

Darunter seien Hakenkreuz-Schmierereien und antisemitische Äußerungen gewesen, teilte eine Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit.

Auch seien antisemitische Verschwörungstheorien in sozialen Medien verbreitet worden.

Seit April 2018 müssen alle öffentlichen Schulen Vorfälle an die Aufsichtsbehörden melden, die antisemitisch oder anderweitig religiös oder ethnisch begründet sind.

An diesem Freitag (9.30 Uhr) will das Kultusministerium in Stuttgart eine Handreichung zum Umgang mit Antisemitismus an Schulen vorstellen.

Kultusministerin warnt vor Wegsehen

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat davor gewarnt, Antisemitismus nur bestimmten gesellschaftlichen Gruppen oder Orten zuzuschreiben. "Antisemitismus zeigt sich überall. Er ist ein gesamtgesellschaftliches Problem", sagte sie am Freitag bei einem Fachtag zu Antisemitismus an Schulen in Stuttgart.

Antisemitismus könne auch subtil sein, etwa dann, wenn dem jüdischen Staat das Existenzrecht abgesprochen werde. Bei Antisemitismus sei jeder in der Gesellschaft gefordert einzuschreiten. "Wir dürfen weder wegsehen noch weghören", sagte Eisenmann, die auch designierte Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl 2021 ist.

Unter den gemeldeten Fällen waren etwa Hakenkreuz-Schmierereien. (Symbolbild)
Unter den gemeldeten Fällen waren etwa Hakenkreuz-Schmierereien. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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