Kesselbambule: Demonstranten schütten Kohle vor Bank-Filiale

Stuttgart - Es sind die, die nach den friedlichen Klima-Protesten in Stuttgart gern mal noch ein kleines Stück weiter gehen: Das Stuttgarter Aktionsbündnis Kesselbambule.

Autogegner vom Bündnis "Kesselbambule" errichteten im September am "autofreien Sonntag" spontan eine Straßenblockade auf der B14 in der Stuttgarter Innenstadt.
Autogegner vom Bündnis "Kesselbambule" errichteten im September am "autofreien Sonntag" spontan eine Straßenblockade auf der B14 in der Stuttgarter Innenstadt.  © Christoph Schmidt/dpa

Im September hatte das Bündnis am Rande der Demo zeitweise den Eingang zu einer Filiale der Deutschen Bank in der Stuttgarter Innenstadt versperrt. Unter dem Motto "Stuttgart lahmlegen" wurde der Autoverkehr blockiert (TAG24 berichtete).

Am 22. September errichteten Autogegner von "Kesselbambule" spontan eine Straßenblockade auf der B14 in der Stuttgarter Innenstadt, da ihnen die Sperrung einer Autospur am "autofreien Sonntag" nicht ausreichte.

Am heutigen Freitag demonstrierten sie vor der Filiale der BW-Bank in der Königstraße und schütteten einen Berg Kohle vor den Eingang.

Das Bambule-Bündnis definiert sich dabei auch als antikapitalistische Bewegung, kritisiert das "stetige Wachstum der Profitraten und der Konkurrenzwirtschaft" und fordert einen Systemwandel.

"Kesselbambule" ein Zusammenschluss von Aktivisten verschiedener Klima-Gruppen

Demonstranten von Fridays for Future hängen am Freitag in Stuttgart ein Plakat mit der Aufschrift "Black Friday, Climate not for Sale!" auf.
Demonstranten von Fridays for Future hängen am Freitag in Stuttgart ein Plakat mit der Aufschrift "Black Friday, Climate not for Sale!" auf.  © Tom Weller/dpa

Gegründet hatte sich das Bündnis kurz vor dem internationalen "Klimastreik" im September.

Man sei ein Zusammenschluss von Aktivisten aus verschiedenen Klima-Gruppen wie Ende Gelände oder Extinction Rebellion, sagte Kesselbambule-Sprecherin Paula Bär.

20 bis 30 Menschen kämen zu den Treffen, um solche Aktionen vorzubereiten. An den Aktionen selbst beteiligten sich viel mehr. Von dem Bündnis gehe aber keine Eskalation aus, sagte Bär.

Die Bewegung Fridays for Future steht nicht hinter solchen Aktionen des zivilen Ungehorsams, erklärt sich aber solidarisch damit.

Man möge sich vielleicht in der Wahl der Mittel unterscheiden, aber man sei geeint im "Streben nach Klimagerechtigkeit", teilten die beiden Bündnisse im September in einer gemeinsamen Erklärung mit.

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