Arbeit in der Todeszone: Pflegekräfte packen über ihren Alltag aus

Eine Pflegekraft bei der Arbeit. Viele klagen über Stress, manche kündigen gar ihren Job, weil sie es nicht mehr aushalten. (Symbolbild)
Eine Pflegekraft bei der Arbeit. Viele klagen über Stress, manche kündigen gar ihren Job, weil sie es nicht mehr aushalten. (Symbolbild)  © DPA

Stuttgart - Der Mangel an Pflegekräften sorgt bundesweit für Alarmstimmung. Doch sind nicht nur die Pfleger selbst durch erhöhte Arbeitsbelastung betroffen. Letztlich trifft der aktuelle Zustand die Patienten selbst; und das kann im schlimmsten Fall lebensgefährliche Konsequenzen haben.

In einem Beitrag von Report Mainz (28.11.2017, Quelle: SWR) berichten Pflegekräfte des Diakonie Klinikum Stuttgart über katastrophale Arbeitsbedingungen. Demnach würde der Redaktion 120 Beschwerdebriefe vorliegen, die über verschiedene Missstände Auskunft geben.

So würde der Stress die Arbeitsqualität beeinflussen, wodurch Medikamente falsch ausgegeben werden könnten. Es würden Probleme bei der Hygiene herrschen und allgemein könne kein Pfleger einem Patient ausreichend oder qualitativ in seiner Arbeit gerecht werden.

Infolge davon würden die Patienten leiden. Im schlimmsten Fall hätte dies schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen, da sie bei schwerer Erkrankung zu lange unbeaufsichtigt bleiben würden. In dem Video-Beitrag von Report Mainz haben sich auch Pflegekräfte aus anderen Arbeitsgebieten in Stuttgart gemeldet und von ähnlichen fatalen Arbeitsbedingungen und Zuständen gesprochen.

Eine neue Gesetzeslage soll ab nächstes Jahr eine Personaluntergrenze einführen, aber das nur für sogenannte pflegesensitive Bereiche. Ob dies der Personalsituation helfen wird und damit auch den Patienten, bleibt jedoch fraglich.

Titelfoto: DPA


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