Indische Schleuser verheiraten Frauen illegal für Aufenthalt in Deutschland

Stuttgart - Eine mutmaßliche Bande von Schleusern muss sich in den kommenden Monaten in Stuttgart vor Gericht verantworten, weil sie Dutzende Scheinehen arrangiert haben soll.

Die acht angeklagten "Vermittler" müssen sich vor dem Landgericht Stuttgart verantworten.
Die acht angeklagten "Vermittler" müssen sich vor dem Landgericht Stuttgart verantworten.  © Marijan Murat/dpa

Die acht angeklagten "Vermittler" kommen vor allem aus Indien. Sie waren im vergangenen Mai nach monatelangen Ermittlungen bei einer Razzia in mehreren Städten in Baden-Württemberg und im Saarland festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Die Männer sollen gemeinsam mit weiteren Verdächtigen zwischen Juni 2014 und Mai 2019 mindestens 39 illegale Eheschließungen organisiert haben, vorwiegend zwischen Männern aus Indien oder Pakistan mit bulgarischen oder griechischen Frauen.

Das Ziel: ein Aufenthaltsrecht in Deutschland. Ein Geschäft, das sich lohnt für die Schleuser. Der illegale Gewinn in einem solchen Fall liegt laut Landeskriminalamt Baden-Württemberg bei jeweils bis zu 25.000 Euro.

Nach dem Auftakt des Prozesses am Montag (13.30 Uhr) vor dem Landgericht Stuttgart hat die Kammer Verhandlungstermine bis mindestens kommenden Mai geplant.

Das Ziel der Eheschließungen war ein Aufenthaltsrecht in Deutschland. (Fotomontage)
Das Ziel der Eheschließungen war ein Aufenthaltsrecht in Deutschland. (Fotomontage)  © Montage: Friso Gentsch/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

Titelfoto: Montage: Friso Gentsch/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0