Landkreise müssen Strafzinsen blechen: Jetzt gibt's Kritik

Stuttgart - Die Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten bekommen auch die Landkreise im Südwesten zu spüren.

Der Steuerzahlerbund hat die Zahlen der 35 baden-württembergischen Landkreise erhoben. (Symbolbild)
Der Steuerzahlerbund hat die Zahlen der 35 baden-württembergischen Landkreise erhoben. (Symbolbild)  © DPA

Kreditinstitute verlangen teilweise bei großen Guthaben Negativzinsen, wie aus einer Erhebung des Bundes der Steuerzahler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

Dies sei für die Bürger ärgerlich, sagte Verbandschef Zenon Bilaniuk. "Denn diesen Zahlungen steht kein unmittelbarer Nutzen für die Bürger gegenüber." Die Organisation erhob die gezahlten Strafzinsen für das vergangene Jahr von den 35 baden-württembergischen Landkreisen. Ein Großteil ist aber nicht von der Problematik betroffen.

2017 musste der Ortenaukreis 202.000 Euro Zinsen zahlen, weil er zu viel Geld bei den Banken parkte. Aufgrund geplanter Investitionen seien im Vorfeld gezielt Mittel angespart worden, teilte der Landkreis mit.

Aus diesem Grund sei in diesem und im vergangenen Jahr ein Liquiditätsbestand vorhanden gewesen. Für 2018 wird noch mit Negativzinsen in Höhe von 150.000 Euro gerechnet.

Titelfoto: DPA


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