Molotow-Anschlag auf Moschee: Weiterer Tatverdächtiger verhaftet

Stuttgart/Lauffen - Nach der Großrazzia im Zuge der Ermittlungen nach einem Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen (Kreis Heilbronn) ist ein weiterer mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft gekommen.

Der Eingangsbereich der Moschee. Deutlich zu sehen: die Spuren des Brandes.
Der Eingangsbereich der Moschee. Deutlich zu sehen: die Spuren des Brandes.  © DPA

Dabei handele es sich um ein 19 Jahre alten Mann aus Syrien, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag in Stuttgart mitteilte. Er war zusammen mit weiteren fünf Verdächtigen am Donnerstag von der Polizei festgenommen worden. Vier davon wurden einen Tag danach wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen einen 23 Jahre alten Türken wurde bereits am Donnerstag Haftbefehl erlassen. Er sitzt schon in Untersuchungshaft. Bei einer Razzia wurden insgesamt zunächst sechs Verdächtige festgenommen. Rund 200 Polizisten hatten zehn Wohn- und Geschäftsräume im Raum Heilbronn und im Neckar-Odenwald-Kreis durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen Verdächtige im Alter von 19 Jahren bis 30 Jahren aus der Türkei und Syrien. Sie stehen ihm Verdacht, am 9. März an dem Brandanschlag beteiligt gewesen zu sein.

Es wird wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt. Die Ermittler vermuten ein politisches Motiv für die Tat. Aufgrund eines im Internet veröffentlichten Videos und eines Begleittextes auf einer PKK-nahen Seite gehen die Ermittler von kurdischen Tätern aus.

Titelfoto: DPA


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