Unterstützung statt Pfiffe: RB-Stürmer Timo Werner wird bei Deutschland-Sieg gefeiert

Das 4:0: Werner (r.) steigt höher als Norwegens Omar Elabdellaoui und überwindet Rune Jarstein im Tor.
Das 4:0: Werner (r.) steigt höher als Norwegens Omar Elabdellaoui und überwindet Rune Jarstein im Tor.  © DPA

Stuttgart - Drei Tore in vier Tagen: Timo Werner hat Deutschland nach seinem Tor gegen Tschechien auch beim 6:0 über Norwegen zum Sieg geschossen. Die Fans pfiffen ihn diesmal nicht aus, sondern feierten den 21-Jährigen!

Haben Joachim Löws (57) Worte gefruchtet? Der Bundestrainer mahnte die deutschen Fans nach dem Skandal-Spiel gegen Tschechien (TAG24 berichtete) zu mehr Respekt im Umgang mit Stürmer Timo Werner. Seine Schwalbe im Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04 aus der Vorsaison (Endstand 2:1) erzürnt viele Anhänger noch immer - obwohl sie schon 276 Tage her ist.

Auch sein Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 in Tschechien am Freitag (Endstand 2:1) kühlte die Stimmung nicht ab. Bundestrainer Löw sprach im Anschluss von "peinlichen Schmähungen" gegen den 21-Jährigen. "Das ist nicht fair und schon gar nicht lustig", sagte Löw. Alle Spieler sollten als ein Teil der deutschen Mannschaft gesehen und auch so behandelt werden, bekräftigte er. (TAG24 berichtete)

Freude beim Spiel: Timo Werner freute sich über zwei Tore und den Beifall der deutschen Fans in Stuttgart.
Freude beim Spiel: Timo Werner freute sich über zwei Tore und den Beifall der deutschen Fans in Stuttgart.  © DPA

Doch in Stuttgart war plötzlich alles anders. Zwei Tore steuerte Werner beim 6:0 über Norwegen bei. Gefeiert wurde er sogar schon vor seinem ersten Treffer: Mehrfach waren "Timo Werner"-Rufe zu hören.

Ausgerechnet in Stuttgart also. Der jetzige Stürmer von Vizemeister RB Leipzig spielte von 2002 bis zum Abstieg 2016 für den ansässigen VfB, wechselte danach zum Aufsteiger nach Sachsen und blieb damit in der Bundesliga.

Obwohl man meinen könnte, die VfB-Fans hätten ihm diesen Wechsel nie verziehen, wurde man am Montag eines Besseren belehrt. Nach 66 Minuten durfte er - unter lautem Beifall - den Platz verlassen und wurde durch Mario Gomez (32) ersetzt.

Nach seinem Debüt für die DFB-Elf beim Spiel gegen England erzielte Werner in sieben Spielen sechs Tore und bereitete zwei weitere vor - eine Top-Quote!

Am 5. Oktober trifft Deutschland im drittletzten Qualifikationsspiel auswärts auf Nordirland und kann die Teilnahme an der WM in Russland 2018 im direkten Duell fix machen.


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