Mehr und mehr Menschen leben auf der Straße: Wie kann man helfen?

Zwei Obdachlose sitzen in Stuttgart in einer Unterführung.
Zwei Obdachlose sitzen in Stuttgart in einer Unterführung.  © DPA

Stuttgart - Wer nachts oder früh morgens durch die Innenstadt geht, dem wird auffallen. Am Straßenrand und im Eingangsbereich von Häusern liegen Menschen komplett eingehüllt in Decken und Schlafsäcken.

Die Zahl der Obdachlosen hat deutlich zugenommen. (TAG24 berichtete) Doch was kann man tun?

„In Baden-Württemberg muss niemand auf der Straße übernachten", sagt Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha: "Wer auf einen Mensch in Not trifft, kann helfen und möglicherweise Leben retten.“

Insbesondere, weil der kalte und feuchte Winter ansteht, sind obdachlose Menschen einer extremen gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt. Ein Anruf beim Ordnungsamt oder dem örtlichen Polizeirevier soll demnach genügen.

Im ersten Moment mag das nicht viel erscheinen, doch im Zweifel einmal mehr, als ein mal zu wenig angerufen.

Darf dies zum alltäglichen Bild in Stuttgart werden? Laut Minister Lucha müsse jeder, der einen Menschen in Not sieht, handeln.
Darf dies zum alltäglichen Bild in Stuttgart werden? Laut Minister Lucha müsse jeder, der einen Menschen in Not sieht, handeln.  © DPA

An vielen Orten im Land hielten Kommunen und karitative Organisationen Aufwärmstuben und Nachtquartiere für wohnungslose Menschen bereit.

„Bei hilflosen und akut gefährdeten Menschen rufen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112 an“, so der Minister.

„Gerade in diesen Tagen wird oft der Vorwurf laut, obdachlose Menschen in Deutschland würden aufgrund der Flüchtlinge aus dem Blick geraten. Dem ist nicht so“, sagt KVJS-Verbandsdirektor Senator e.h. Prof. Roland Klinger.

„Notunterkünfte und Angebote der Wohnungslosenhilfe werden in Baden-Württemberg weiterhin mit großem Engagement und trotz Mangel an bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung gestellt.

Die im Internet abrufbare Arbeitshilfe des Kommunalverbands für Jugend und Soziales und der Liga der freien Wohlfahrtspflege soll helfen, diese Menschen im Winter vor dem Erfrieren zu schützen.“

Im Internet kann eine Broschüre heruntergeladen werden, welche Auskunft über Obdachlose und die Gefahr des Erfrierung gibt.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0