Familienvater im eigenen Haus niedergestochen: Mutmaßlicher Täter vor Gericht

Stuttgart - Weil er den Vater seiner Ex-Freundin mit einem Messer schwer verletzt haben soll, muss sich ein junger Mann von Dienstag (9 Uhr) an vor dem Landgericht in Stuttgart verantworten.
 Amir W. hatte mit der Tochter des Opfers eine Beziehung geführt.
Amir W. hatte mit der Tochter des Opfers eine Beziehung geführt.  © Polizeipräsidium Aalen

Der Angeklagte Amir W. soll im Juli 2018 in ein Haus im baden-württembergischen Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) eingedrungen sein und den damals 53 Jahre alten Mann angegriffen haben. Dem Afghanen wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der junge Mann soll über den Balkon in das Haus eingedrungen sein und sich im Zimmer der - nicht anwesenden - Tochter des Opfers aufgehalten haben, mit der er zuvor eine Beziehung hatte. Der Vater hatte den Eindringling ertappt. Als er ihn festhalten wollte, stach der Mann laut den Ermittlungen der Polizei zu.

Der mutmaßliche Täter war als Asylbewerber nach Deutschland eingereist und nach der Tat untergetaucht. Er wurde schließlich in Brüssel festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

Nach der Tat war W. geflohen. Nun muss er sich vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. (Archivbild)
Nach der Tat war W. geflohen. Nun muss er sich vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. (Archivbild)  © DPA

Update 12.30 Uhr

Der Angeklagte äußerte sich vor Gericht: "Es war nicht meine Absicht, jemanden zu töten oder zu verletzen", übersetzte der Dolmetscher die Aussage des Angeklagten. Er habe nur mit seiner Ex-Freundin reden wollen. Warum er dazu ein Messer mit einer 17 Zentimeter langen Klinge mitgenommen habe, wisse er nicht. Die Oberstaatsanwältin warf ihm vor, er habe sich nach der Trennung rächen wollen.

Titelfoto: Polizeipräsidium Aalen


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