Demo-Rückzug! Deshalb verzichtet die AfD jetzt

Stuttgart - Die AfD hat angekündigt, der Kundgebung der Fahrverbotsgegner am Samstag fernzubleiben. Nachdem das "Bündnis gegen Rechts" eine Gegendemo plante, hatte die Partei Sicherheitsbedenken.

Die AfD wird der Kundgebung gegen Dieselfahrverbote aus Sicherheitsgründen fernbleiben.
Die AfD wird der Kundgebung gegen Dieselfahrverbote aus Sicherheitsgründen fernbleiben.  © DPA

Es hätte am Samstag heiß hergehen können am Wilhelmsplatz in Stuttgart.

An vorderster Linie: Die Gegner des Dieselfahrverbots, die mit mehr als 700 Teilnehmern rechnen. Unter ihnen befinden sich auch einige AfD-Anhänger.

Deshalb hat das linke Bündnis "Stuttgart gegen Rechts" eine Gegendemonstration angekündigt (TAG24 berichtete), da sie eine "Vereinnahmung" der Kundgebung durch die AfD oder den Verein Zentrum Automobil vermuteten.

Nun hat die AfD Stuttgart auf Facebook aber angekündigt, der Kundgebung der Fahrverbotsgegner fernzubleiben.

Und das aufgrund von Sicherheitsbedenken. "Die Antifa hat Angriffe auf Teilnehmer von der AfD angekündigt.", heißt es in dem Facebook-Post. Außerdem geht die AfD von einem Einfluss der IG Metall auf die Dieseldemo aus, der ihr ebenfalls missfällt.

Nach der Absage sieht auch das Bündnis "Stuttgart gegen Rechts" keinen Anlass mehr für Gegenproteste - die Demonstration "Die AfD ist nicht die Lösung!" findet nicht statt.

Dass bei einem eventuellen Aufeinandertreffen durchaus Zündstoff vorhanden gewesen wäre, zeigte unter anderem der Gelbwesten-Protest in Stuttgart am Ende des vergangenen Jahres.

Die Polizei hatte mit einem starken Aufgebot eine Kundgebung des AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Räpple sowie eine Gegendemonstration in Stuttgart auseinandergehalten.

Zudem kam es zu einem Angriff auf das Auto, in dem sich Räpple befand: Ein Mann hatte eine Sitzbank in die Windschutzscheibe des Autos geworfen. (TAG24 berichtete)

Die AfD hat ferner angekündigt, in nächster Zeit mit sorgfältiger Vorausplanung eine eigene Demonstration anzumelden, zu der alle Bürger eingeladen werden, um mit ihnen gemeinsam gegen die Fahrverbote zu demonstrieren.

Sollte es soweit sein, werden schnelle Reaktionen aus linken Kreisen sicherlich erfolgen. TAG24 bleibt dran...

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