Skandal in Klinikum: Bürgermeister beantragt Verfahren gegen sich selbst

Stuttgart - Der in den Klinikum-Skandal verstrickte Sozialbürgermeister Werner Wölfle hat ein Verfahren gegen sich selbst beantragt.

Sozialbürgermeister Werner Wölfle (Grüne) hat ein Verfahren gegen sich selbst beantragt.
Sozialbürgermeister Werner Wölfle (Grüne) hat ein Verfahren gegen sich selbst beantragt.  © DPA

Damit reagiert Wölfle (Grüne) auf die Kritik an seiner Person in der Stuttgarter Klinik-Affäre. Der frühere Krankenhausbürgermeister geriet zunehmend unter Druck.

Außerdem kündigte er an, seine Tätigkeit an der Stadtspitze Mitte August zu beenden, wie es in einer Mitteilung der Verwaltung vom Dienstag heißt.

"So lässt sich klären, ob die gegen mich erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des sogenannten Klinikum-Skandals, verbunden mit der Forderung des Rücktritts aus Teilen des Gemeinderats, gerechtfertigt sind", wird Wölfle zitiert. Er wähle den Weg zum eigenen Schutz.

Dem Antrag auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens sei eine Erklärung Wölfles vorausgegangen, die Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) eingefordert hatte.

Hintergrund ist der Austausch von wohl brisanten SMS-Nachrichten zwischen Wölfle und dem früheren Leiter der internationalen Abteilung am Stuttgarter Klinikum, Andreas Braun, über ein umstrittenes Beratungsprojekt mit dem kuwaitischen Gesundheitsministerium (TAG24 berichtete).

Braun werden in der Affäre unter anderem Betrug und Bestechung vorgeworfen. Er saß wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in den Klinikskandal mehrere Monate in Untersuchungshaft. Von 1999 bis 2006 war Braun Landesvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg.

Werner Wölfle tauschte brisante SMS-Nachrichten mit dem früheren Landesvorsitzenden der Grünen, Andreas Braun (Foto), aus.
Werner Wölfle tauschte brisante SMS-Nachrichten mit dem früheren Landesvorsitzenden der Grünen, Andreas Braun (Foto), aus.  © DPA

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