Boris Palmer für Umgang mit Studenten kritisiert

Tübingen - Im Streit zwischen einem Studenten und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat Regierungspräsident Klaus Tappeser das Verhalten des Stadtoberhaupts teilweise kritisiert.

Boris Palmers Verhalten in einem Streit mit Studenten wird hinterfragt.
Boris Palmers Verhalten in einem Streit mit Studenten wird hinterfragt.  © DPA

Zwar sei Palmer (Grüne) nach der Polizeiordnung "jederzeit zur Identitätsfeststellung verdächtiger Personen berechtigt", so Tappeser (CDU). Fraglich ist aber, ob er dabei auch Fotos von dem Mann machen durfte. "Hier sind die Geeignetheit und die Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme kritisch zu sehen", heißt es in Tappesers Brief weiter.

Palmer war im November mit einem Studenten aneinandergeraten (TAG24 berichtete), weil dieser ihn beleidigt haben soll. Palmer zückte darauf seinen Dienstausweis und wollte die Personalien des Mannes feststellen. Das RP prüft den Fall als zuständige Behörde, weil eine Zeugin Fachaufsichtsbeschwerde gegen Palmer eingereicht hat. Sie wirft ihm vor, den Passanten bedrängt zu haben.

Palmer hatte nicht nur einen Konflikt mit dem Studenten, sondern war auch sonst noch als "Hilfs-Sheriff" unterwegs.

Er und Tappeser hatten sich im Januar zu einem Gespräch getroffen. Eine abschließende Bewertung der Beschwerde stehe noch aus, teilte ein Sprecher des Regierungspräsidiums am Dienstag mit.

Tübingens Regierungspräsident Klaus Tappeser moniert Palmers Fotoaufnahmen des Studenten.
Tübingens Regierungspräsident Klaus Tappeser moniert Palmers Fotoaufnahmen des Studenten.  © DPA

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