Schlimmer Verdacht: Tötete der Schwert-Mörder, weil seine falsche Identität aufflog?

Stuttgart - Auf offener Straße wurde der Deutsch-Kasache Wilhelm L. (†36) im Stuttgarter Fasananhof mit einem Schwert getötet. Bei Issa M. klickten die Handschellen.

Der Tatort am vergangenen Mittwoch. Das Opfer Wilhelm L. liegt unter einer Plane.
Der Tatort am vergangenen Mittwoch. Das Opfer Wilhelm L. liegt unter einer Plane.  © SDMG

Schon kurz nach der Tat kam heraus: Der angeblich 28 Jahre alte Syrer M. könnte eigentlich 30 und Palästinenser aus Jordanien sein. Jetzt steht ein ungeheurer Verdacht im Raum: Musste L. sterben, weil er Issas falsche Identität auffliegen ließ?

Das berichtet die Bild-Zeitung. Demnach behaupte ein Freund des Toten, dass der 36-Jährige seinen früheren Mitbewohner wegen Asylbetrugs angezeigt haben soll. Dazu würde auch passen, dass der Tatverdächtige in einem Video-Clip der Bluttat schreit: "Was hast du nach Berlin geschickt?"

Der angebliche Syrer soll dann während seiner Vernehmung nach der jordanischen Botschaft gefragt haben.

Damit nicht genug: Das Springer-Blatt sprach mit Ahmad M. (21), dem Bruder des Festgenommenen. Der lebe immer noch im jordanischen Irbid.

"Issa ist im November 2014 von hier fort", zitiert ihn Bild. Und: "Er hat uns erzählt, dass er in die Türkei ist, wo er sich einen syrischen Pass hat fälschen lassen." Sodann soll M. mit anderen Flüchtlingen auf dem Schiffsweg übers Mittelmeer nach Griechenland gereist sein. Im Februar 2015 habe er dann geschrieben, dass er in der Bundesrepublik angekommen sei.

Aus Unterlagen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BaMF) gehe hervor, dass sich M. am 28. Februar 2015 im brandenburgischen Eisenhüttenstadt als Syrer registrieren ließ. Geboren am 12. März 1991 in der Stadt Dara.

In Deutschland heiratete er laut Bild nach islamischem Recht eine Deutsch-Araberin. Dann kam heraus, dass die Frau bereits verheiratet war - und schwanger von einem anderen. Da habe M. zugeschlagen.

Zahlreiche Menschen haben mittlerweile am Ort der Bluttat Kerzen und Blumen aufgestellt.
Zahlreiche Menschen haben mittlerweile am Ort der Bluttat Kerzen und Blumen aufgestellt.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Titelfoto: SDMG

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