Prozess gegen mutmaßliche PKK-Anhänger: Darum gibt's Zoff um den neuen Gerichtssaal

Stuttgart - In einer der ersten Verhandlungen im neugebauten Prozessgebäude im Stuttgarter Stadtteil Stammheim ist massive Kritik an dem Saal aufgekommen.

Ein Angeklagter spricht mit seinem Anwalt durchs Panzerglas.
Ein Angeklagter spricht mit seinem Anwalt durchs Panzerglas.  © DPA

Eine Verteidigerin im Prozess gegen fünf mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK forderte, in einen anderen Saal umzuziehen.

Ihr Mandant, der getrennt von ihr hinter Panzerglas saß, werde durch die Sicherheitsvorkehrungen stigmatisiert und vorverurteilt. Die anderen Verteidiger schlossen sich dem Antrag am Dienstag an, die Verhandlung am Oberlandesgericht wurde unterbrochen. (Az. 3 - 2 StE 12/18)

Vier Männer und eine Frau müssen sich nach der mutmaßlichen Entführung eines PKK-Aussteigers vor dem OLG verantworten. Der Hauptangeklagte soll der Bundesanwaltschaft zufolge ab Juli 2017 bis zu seiner Festnahme am 20. Juli 2018 das Gebiet Stuttgart und die gebietsübergreifende Region Baden-Württemberg geleitet haben.

Zuvor habe er seit August 2014 das PKK-Gebiet Hamburg und von Juni bis November 2015 das Gebiet Berlin geleitet, so der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Die anderen Angeklagten gelten demnach als Unterstützer der PKK.

Dieser Angeklagte gestikuliert mit den Händen, während er in den Gerichtssaal gebracht wird.
Dieser Angeklagte gestikuliert mit den Händen, während er in den Gerichtssaal gebracht wird.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0