Korkut warnt vor Euphorie: VfB erwartet formstarke Eintracht

Es sieht aktuell zwar toll aus, doch solle man auf den Boden der Tatsachen bleiben.
Es sieht aktuell zwar toll aus, doch solle man auf den Boden der Tatsachen bleiben.  © DPA

Stuttgart - Gegen Frankfurt will der VfB Stuttgart seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Der Trainer warnt allerdings vor falscher Euphorie. Ob Holger Badstuber erneut auf ungewohnter Position aufläuft, lässt er wie so vieles offen.

Seine fast perfekte Start-Bilanz als Trainer des VfB Stuttgart interessiert Tayfun Korkut nicht im geringsten.

Mit sieben Punkten aus seinen ersten drei Spielen hat der 43-Jährige den Schwaben etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Das sei zwar schön, sagte Korkut am Donnerstag. "Vor allem aber weiß ich eines: Was geleistet wurde, ist Vergangenheit. Diese sieben Punkte sind Vergangenheit."

Die Zukunft dagegen gehört Eintracht Frankfurt. Der zuletzt starke Champions-League-Anwärter kommt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in die Mercedes-Benz Arena.

Und der Tabellendritte kommt in Top-Form. Vier ihrer vergangenen fünf Spiele in der Fußball-Bundesliga hat die Mannschaft von Trainer Niko Kovac gewonnen. Mit 13 Punkten stehen die Hessen hinter dem FC Bayern auf dem zweiten Platz in der Rückrundentabelle. "

Eine Mannschaft, die bei allem, was sie macht, sehr sicher wirkt", beschreibt Korkut. "Aber der Moment, in dem wir auf sie treffen, ist auch nicht so ein schlechter Moment für uns. Wir haben jetzt einen Schub."

Christian Gentner von Stuttgart jubelt nach dem Abpfiff im letzten Spiel gegen den FC Augsburg.
Christian Gentner von Stuttgart jubelt nach dem Abpfiff im letzten Spiel gegen den FC Augsburg.  © DPA

Dazu hat Korkut maßgeblich beigetragen. Seit der 43-Jährige da ist, wirkt die VfB-Defensive deutlich stabilisiert. Schon beim jüngsten 1:0-Erfolg beim FC Augsburg hatte der VfB kaum Chancen der Gastgeber zugelassen.

Darüber hinaus gehen die kleinen personellen Veränderungen Korkuts bisher voll auf. Kapitän Christian Gentner zeigte auf ungewohnter Position im rechten Mittelfeld zuletzt starke Leistungen. Auch Ex-Nationalspieler Holger Badstuber überzeugte in Augsburg als Abräumer vor der Abwehr. Ob der Innenverteidiger gegen Frankfurt erneut dort spielt, ließ Korkut aber offen.

"Es kann sein, muss aber nicht sein", sagte der VfB-Coach, der kaum etwas verraten will. Er lässt lediglich durchblicken, dass es nicht allzu viele Veränderungen in der Startelf geben dürfte. "Es ist auch wichtig, dass die Spieler auf ihren Positionen oft zusammen spielen und wissen, wen sie neben sich haben." Das spricht dafür, dass nicht nur Badstuber erneut im Mittelfeld, sondern auch Mario Gomez und Daniel Ginczek wieder gemeinsam im Sturm auflaufen werden.

Auf das Offensivduo wird es gegen die Eintracht ankommen. Mit 26 Gegentreffern stellt Frankfurt nach den Bayern die beste Abwehr der Liga. Zuletzt hatte RB Leipzig beim 1:2 im Montagsspiel immer wieder verzweifelt nach Lösungen gegen das aggressive Pressing der Kovac-Elf gesucht. Korkut weiß, dass diese unangenehme Spielweise am Samstag auch auf den VfB zukommen wird.

"Es werden wenige Räume da sein, wir müssen uns da richtig reinhängen", fordert er. Gomez könnte sein entscheidender Vorteil sein. Der Nationalstürmer spielt derzeit auch um ein Ticket für die WM im Sommer. Nach seinem Siegtreffer in Augsburg würde ein weiterer Torerfolg gegen Frankfurt da sicher nicht schaden.


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