Stuttgart: Terror-Verdächtiger muss sich vor Gericht verantworten

Stuttgart - Ein terrorverdächtiger Syrer muss sich von 5. Oktober an in Stuttgart vor Gericht verantworten.

Nach tödlicher Messerattacke in Steinheim: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
Nach tödlicher Messerattacke in Steinheim: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft steht der 34-Jährige im Verdacht, in seiner Heimat die islamistische Al-Nusra-Front unterstützt zu haben. Außerdem soll er sich der Freiheitsberaubung schuldig gemacht haben. Im April 2014 soll er die Gefangennahme eines Syrers veranlasst haben, der Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) war. Ziel sei ein Gefangenenaustausch gewesen, der jedoch scheiterte.

Der damals gefangen genommene Saleh A. ist im Juni in Düsseldorf als IS-Terrorist zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen Totschlags, Mitgliedschaft in zwei Terrorgruppen und Nutzung von Kriegswaffen schuldig. Bekannt wurde er durch angebliche Anschlagspläne für Düsseldorf, die sich als Lüge erwiesen.

Der nun in Stuttgart angeklagte 34-Jährige war im Februar bei Karlsruhe festgenommen worden. Er befindet sich laut OLG auf freiem Fuß.


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