Umstrittener Weihnachtszirkus: Werden Tierschützer dagegen vorgehen?

Ivan Knievom Schweizer National-Circus Gebrüder Knie zeigt am 07.12.2017 bei der Premiere der 25. Ausgabe des Weltweihnachtszirkus in Stuttgart eine Pferdedressur. (Archivbild)
Ivan Knievom Schweizer National-Circus Gebrüder Knie zeigt am 07.12.2017 bei der Premiere der 25. Ausgabe des Weltweihnachtszirkus in Stuttgart eine Pferdedressur. (Archivbild)  © DPA

Stuttgart - Dressierte Pferde, blinkende Lichter und Akrobatik in der Luft: Der Weltweihnachtszirkus feiert in Stuttgart sein 25-jähriges Bestehen. Manche Nummern sind aber umstritten.

Bis zum 7. Januar sind internationale Artisten mit ihren Shows auf dem Cannstatter Wasen zu sehen. Darunter ist der Chinesische Staatscircus, der mehrere Künstler auf nur einem Fahrrad in die Manege schickt. Andere Akrobaten sind in der Luft zu sehen.

Auch mehrere der umstrittenen Tiershows gibt es weiterhin. Neben einer Raubtiernummer stehen etwa Pferde und Kamele auf dem Programm. Bereits im Vorjahr hatte es deswegen Kritik am Weltweihnachtscircus gegeben.

Zuletzt gab es Ende Oktober bei einem Gastspiel vom Circus Krone in Stuttgart Proteste von Tierschützern und eine Diskussion um ein Wildtierverbot im Zirkus. Befürworter des Verbots kritisieren vor allem die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden. Zirkusfreunde halten ein Verbot jedoch nicht für gerechtfertigt.

Die rechtliche Situation ist kompliziert. Ein generelles Wildtier-Verbot zum Tierschutz kann nur der Bund verabschieden. Laut Staatsministerium hat die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag aber vereinbart, für eine Bundesratsinitiative zum Wohl der Zirkustiere einzutreten.

Titelfoto: DPA


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