Was beeinflusst türkischstämmige Jugendliche bei uns im Ländle?

Stuttgart - Mit einer neuen Studie zu den religiösen, politischen und kulturellen Konflikten bei türkeistämmigen Jugendlichen setzt sich am Donnerstag (10 Uhr) ein Fachtag in Stuttgart auseinander.

Junge Frauen mit Kopftuch.
Junge Frauen mit Kopftuch.  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Durch Interviews hatten Experten zuvor versucht herauszufinden, welchen Einfluss die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in der Türkei auf die in Baden-Württemberg lebenden türkeistämmigen Jugendlichen haben.

Ziel sei es gewesen, das Risiko einer möglichen Radikalisierung der Jugendlichen besser begreifen zu können. Dadurch könnten auch Pädagogen besser reagieren, teilte die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg als Veranstalter vorab mit.

Beeinflusst werden die Jugendlichen und jungen Menschen nicht nur von den Vorstellungen vorheriger Generationen und der politischen Situation im "Herkunftsland", teilte die Gemeinde mit. Viele von ihnen müssten sich in den jungen Jahren auch mit dem Gefühl auseinandersetzen, diskriminiert zu werden.

Der Fachtag richtet sich vor allem an Pädagogen, die im sozialen Bereich oder in Vereinen mit türkeistämmigen Jugendlichen arbeiten.

Als türkeistämmig werden in Deutschland lebende Menschen bezeichnet, die entweder selbst Staatsbürger der Türkei sind oder waren, oder deren Vorfahren aus der Türkei stammen oder kamen.

Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung lebten im Jahr 2018 etwa drei Millionen Menschen in Deutschland, die ihre familiären oder religiösen Wurzeln in der Türkei haben.

Sorgen immer wieder für Konflikte: Autokorsos türkischer Hochzeitsgesellschaften. (Symbolbild)
Sorgen immer wieder für Konflikte: Autokorsos türkischer Hochzeitsgesellschaften. (Symbolbild)  © Thomas Kraus/dpa

Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

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