Polizisten erschießen Schwertangreifer: Mutter kann nicht vernommen werden

Stuttgart - Die wichtigste Zeugin bei den Ermittlungen zu den tödlichen Polizei-Schüssen auf einen bewaffneten Angreifer ist weiter nicht vernehmungsfähig.

Mitarbeiter der Spurensicherung am Morgen nach den tödlichen Schüssen.
Mitarbeiter der Spurensicherung am Morgen nach den tödlichen Schüssen.  © visualmediadesign

Die Mutter des erschossenen Mannes werde in einer psychiatrischen Einrichtung betreut, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Herkunft einer Wunde an ihrem Kopf gebe weiterhin Rätsel auf.

Die Angaben der 60-Jährigen sei wichtig, um die Vorgeschichte der für ihren Sohn tödlichen Begegnung in Stuttgart zu beleuchten. "Aber wir müssen abwarten", sagte der Sprecher. Die Obduktion des Leichnams habe ergeben, dass der Mann eindeutig durch die Schüsse der Polizisten gestorben sei.

Eine Beamtin und ihr Kollege hatten den 32 Jahre alten Autofahrer am Samstag vergangener Woche (28.12.2019) erschossen, als sie von dem Serben nach einem Unfall mit einem Schwert bedroht worden waren. Zuvor sollen die Streifenbeamten versucht haben, den Angreifer mit Pfefferspray zu stoppen. Der Mann soll psychisch krank gewesen sein.

Im vergangenen Jahr erschossen Polizisten in Deutschland elf Menschen. 2017 hatte die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster 14 Fälle von tödlichem "Schusswaffengebrauch gegen Personen" gezählt.

Beamte in der Nacht des Vorfalls vor Ort.
Beamte in der Nacht des Vorfalls vor Ort.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Titelfoto: visualmediadesign

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