In der Kälte: Mädchen (5) verläuft sich auf Suche nach seiner Mama

Stuttgart - Auf ein herzzerreißend weinendes Mädchen (5) ist am Montag eine Passantin in Weilimdorf (Baden-Württemberg) aufmerksam geworden.

Die Polizisten versuchten zunächst vergeblich, die Mutter des Kindes zu finden. (Symbolbild)
Die Polizisten versuchten zunächst vergeblich, die Mutter des Kindes zu finden. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei auf Facebook berichtet, war die Fünfjährige zuvor von ihrer Mutter zum Musikunterricht gefahren worden. Der sollte eigentlich eine Stunde dauern. "Um die Zeit zu überbrücken, fuhr die Mutter kurz zum nächstgelegenen Supermarkt um einzukaufen", so die Polizei.

Was die Mutter nicht wusste: der Musikunterricht war kurzfristig abgesagt worden, das Mädchen stand allein im leeren Lehrsaal. Die Kleine beschloss, auf eigene Faust zu ihrer Mutter zum Supermarkt zu laufen.

Draußen war es jedoch mittlerweile kalt und dunkel, die Fünfjährige verlor bald die Orientierung. Sie bekam Angst, fing an zu weinen - und laut nach ihrer Mama zu rufen. Das bemerkte eine aufmerksame 26-jährige Passantin, die das Mädchen ansprach und sie daraufhin zum Polizeiposten ins Warme brachte.

"Auf dem Posten versuchten die Kollegen zunächst vergeblich, die Mutter des Mädchens und die Musikschule zu erreichen", berichtet die Polizei. Nach etwa einer Dreiviertelstunde, "mehreren Anrufen und anderen polizeilichen Suchmaßnahmen" meldete die Mutter sich schließlich, selbst schon völlig aufgelöst, über den Notruf. Gegen 17.15 Uhr gab es dann ein tränenreiches Wiedersehen.

Die Beamten bedanken sich bei der aufmerksamen Passantin für ihr couragiertes Handeln.

Titelfoto: DPA

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