Jetzt steht es fest: Das überfahrene Tier war ein Wolf und er kam aus dem Norden

Stuttgart - Das auf der Autobahn 6 überfahrene Tier ist tatsächlich der aus einem hessischen Wildpark entlaufene Wolf.

War der Wolf auch mehrmals im Odenwald gesichtet worden? Das soll nun geklärt werden. (Symbolbild)
War der Wolf auch mehrmals im Odenwald gesichtet worden? Das soll nun geklärt werden. (Symbolbild)  © DPA

Das ergaben Untersuchungen des Kadavers am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, wie das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Demnach trug das überfahrene Tier einen Chip und konnte so als jener Wolf identifiziert werden, der Mitte Januar aus einem Wildpark in Nordhessen ausgebrochen war.

Das Tier war in der vergangenen Woche bei Öhringen (Hohenlohekreis) unter die Räder gekommen und verendet. Erste Einschätzungen von Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg hatten auf einen Wolf gedeutet.

Ob es sich bei dem getöteten Tier um jenen Wolf handelt, der vor dem Unfall an mehreren Orten im Odenwald gesichtet wurde, sollen laut Ministerium weitere genetische Analysen klären.

Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Nabu, Johannes Enssle, forderte mehr Investitionen in die "Grüne Infrastruktur" - also in Grünbrücken und Tierdurchlässe, damit Wildtiere sicher über gefährliche Straßen finden.

Laut Enssle werden fast drei Viertel aller tot aufgefundenen Wölfe in Deutschland beim Überqueren von Straßen tödlich verletzt. Illegale Tötungen sind daneben die zweithäufigste Todesursache bei Wölfen.

Fordert mehr Geld, damit Wildtiere sicher über Straßen kommen: Nabu-Landeschef Johannes Enssle.
Fordert mehr Geld, damit Wildtiere sicher über Straßen kommen: Nabu-Landeschef Johannes Enssle.  © DPA

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