Vom eigenen Bruder umgebracht? Polizei sucht Waldstück nach Leiche ab

Hammersbach - Nach einem knapp zwei Jahrzehnte zurückliegenden Gewaltverbrechen startet die Polizei erneut mit einem Leichenspürhund eine Suchaktion in einem Waldstück bei Hammersbach (Main-Kinzig-Kreis).

Unter Laub fand ein Spaziergänger eine Leiche in einem Wald in halle (Saale) (Symbolfoto).
Unter Laub fand ein Spaziergänger eine Leiche in einem Wald in halle (Saale) (Symbolfoto).  © DPA

Am Samstag und Sonntag werden Beamte mit der tierischen Spürnase unterwegs sein, wie Alexander Homm von der Staatsanwaltschaft Offenbach am Freitag auf Anfrage sagte.

Eine erste Suche nach der Männerleiche war im November ergebnislos verlaufen. Danach pausierten die weiteren Ermittlungen im Wald wegen des winterlich gefrorenen Bodens.

Der gesuchte Mann wird seit dem Jahr 2000 vermisst. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Es handelt sich um die Leiche eines im August 1951 geborenen Mannes aus Obertshausen (Kreis Offenbach). Er sei nach einem Familienstreit vermutlich von seinem Bruder getötet worden, sagte Homm.

Auslöser für die Suche waren Hinweise in Ermittlungen zu einem anderen Fall. Der mutmaßliche Täter und Bruder des Obertshauseners sei mittlerweile auch gestorben. Es handelt sich um einen 66-jährigen Mann, der sich im September 2018 bei einem Festnahmeversuch in seiner Wohnung in Dietzenbach (Kreis Offenbach) das Leben nahm.

Zu dem Einsatz mit Spezialkräften der Polizei kam es, weil der Mann auch verdächtigt wird, im Juni 2018 ein Ehepaar (61 und 64 Jahre alt) aus der Nachbarschaft getötet zu haben. Das Motiv ist unklar.

Ein anderer Fall brachte die Ermittler auf die Spur (Symbolfoto).
Ein anderer Fall brachte die Ermittler auf die Spur (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA

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