48 Hinweise und noch keine Spur: Verzweifelte Suche nach Rebecca (15) geht weiter

Berlin - Seit nun über einer Woche fehlt von der 15-jährigen Rebecca aus Rudow jede Spur. Auch acht Tage nach ihrem Verschwinden gab es noch kein Lebenszeichen. Die Angst, dass ein Verbrechen geschehen sein könnte, wächst von Tag zu Tag. Inzwischen ermittelt auch die Mordkommission. Neben der Polizei versuchen auch Familienangehörige von Rebecca, irgendeinen Hinweis zu finden.

Diese Jacke trug die vermisste Rebecca bei ihrem Verschwinden.
Diese Jacke trug die vermisste Rebecca bei ihrem Verschwinden.

Auf Instagram bittet ihrer Schwester seit Tagen um Hilfe. Am Dienstagnachmittag wollte sie Flugblätter am U-Bahnhof Rudow in Bezirk Neukölln verteilen und forderte zur Teilnahme und Unterstützung auf.

Rund 70 Leute erschienen, um ihrer Schwester bei der Suche zu unterstützen. Der Schwerpunkt soll offenbar auf den Rudower Höhen liegen.

"Becci, wir finden dich. Egal, wo du jetzt bist", schreibt die Schwester unter dem Hashtag "findbecci" bei Instagram. Und: "Becci, wir geben nicht auf." Mehrere Fotos des vermissten Mädchens mit den dunkelblonden Haaren und ein Video sind zu sehen. Dazu wird auch eine Telefonnummer im Festnetz angegeben. Schon in den vergangenen Tagen verteilte die Schwester kopierte Flugblätter mit Fotos und Bitten: "Wenn ihr sie gesehen habt oder näheres wisst, meldet euch sofort."

Bis Dienstagvormittag gingen 48 Hinweise bei der Polizei ein, wie eine Sprecherin sagte. Eine Mordkommission ermittelt intensiv in dem Fall, weil die Polizei nicht ausschließt, "dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen ist".

Dass Rebecca einfach weglief, ist nach Einschätzung der Polizei wenig wahrscheinlich, weil sie als zuverlässig galt und ihre Eltern immer schnell informierte. Auch ihr Handy soll seit dem Tag des Verschwindens ausgeschaltet sein - ungewöhnlich für eine 15-Jährige.

Rund 70 Leute suchten am Dienstagnachmittag nach der vermissten Rebecca.
Rund 70 Leute suchten am Dienstagnachmittag nach der vermissten Rebecca.  © Morris Pudwell

"Sie ist einmal später gekommen, da war ich schon aufgelöst. Sie sagte: 'Mama, es tut mir so leid.' Und dann hat sie wirklich immer sofort angerufen. Das würde sie uns nicht antun, einfach eine Woche wegbleiben", sagte die Mutter bei RTL.

Die Teenagerin hatte die Nacht zum 18. Februar bei einer älteren Schwester verbracht. Zeitungsberichten zufolge soll sie am Montagmorgen gegen 7.15 Uhr die Wohnung verlassen haben. Um 9.50 Uhr hätte sie in ihrer Schule zum Unterricht sein müssen. Dort kam sie aber nicht an.

Zuvor soll sie Nachrichten über ihr Handy verschickt haben, danach wurde das Gerät ausgeschaltet. Die Kripo befragte Zeugen wie Mitschüler und Freunde. Spürhunde wurden eingesetzt und die Handydaten ausgewertet.

"Wir vermuten, dass sie jemanden treffen wollte, sonst hätte sie ausgeschlafen", erklärte der Vater der "Bild"-Zeitung.

Die Schwester schrieb: "Rebecca ist Montagmorgen definitiv zur Bushaltestelle gelaufen, wo der Bus zu ihrer Schule fährt." Allerdings soll es auch Streit mit Mitschülern gegeben habe, so dass Rebecca Fotos aus ihrem Instagram-Profil gelöscht haben soll und die Schule wechseln wollte.

Ihre Schwester (Bildmitte) hat den Suchaufruf gestartet.
Ihre Schwester (Bildmitte) hat den Suchaufruf gestartet.  © Morris Pudwell

Titelfoto: 123RF/DPA (Bildmontage)

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