Suche nach Rebecca: Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei

Berlin - Am Montag kam es zu einem traurigen Jubiläum: Die 15-jährige Rebecca aus Berlin gilt nun seit zwei Monaten als vermisst. Noch immer fehlt von der Schülerin jede Spur.

Zuletzt spezialisierte die Polizei ihre Suche nach Rebecca am Wolziger See.
Zuletzt spezialisierte die Polizei ihre Suche nach Rebecca am Wolziger See.  © DPA

Während die Familie die Hoffnung hat, Rebecca wieder in die Arme schließen zu können, geht die Polizei schon länger davon aus, dass die Jugendliche das Haus ihrer älteren Schwester am 18. Februar nicht mehr lebend verließ.

Obwohl ihr Schwager vor knapp drei Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen worden ist, ist er weiterhin der Hauptverdächtige der Ermittler.

In den letzten zwei Monaten wurden mehrere Waldstücke und Seen südlich der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt (Oder) aufwendig abgesucht. In letzter Zeit nahm die Polizei besonders den Herzberger See in den Blick. Immer wieder wurde in der Umgebung gesucht - auch am Dienstag. Mit der Unterstützung von Spürhunden und einem Hubschrauber seien etwa 35 Polizisten eingesetzt worden, wie ein Sprecher erzählte.

Währenddessen geht die Mutter weiterhin davon aus, dass ihre Tochter noch am Leben ist und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. "Wir suchen unsere Tochter und die Polizei sucht die Leiche", erklärte sie der "Bild"-Zeitung.

Beamte bei der Suche an einem Waldgebiet in Brandenburg.
Beamte bei der Suche an einem Waldgebiet in Brandenburg.

Vor allem der Hinweis, dass ihre Tochter eine WhatsApp-Nachricht von ihr noch im Haus bekommen haben soll, aber nicht gelesen habe, könne sie nicht nachvollziehen. Demnach könnte sich Ihr Handy auch irgendwo anders nochmal eingeloggt haben.

Im Visier der Polizei ist weiterhin Rebeccas Schwager! Nach Angaben der Mutter hätten sie aber nicht mehr als die ungelesene WhatsApp-Nachricht gegen den 27-Jährigen in der Hand. "Mein Schwiegersohn Florian ist ein Wrack, nachdem so mit ihm umgegangen wurde. Die Leute zeigen mit dem Finger auf unser Haus. Mit uns redet von der Polizei keiner mehr richtig", kritisiert sie weiter.

Die Polizei wollte sich aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht zum Stand der Ermittlungen äußern. Auch die Familie wird nicht über alle Ermittlungen informiert.

Mehrere Indizien sprechen derzeit gegen den 27-Jährigen. So sei er am Vormittag allein mit Rebecca im Haus gewesen, habe laut seinen Handydaten nicht geschlafen, wie er behauptet habe, und könne seine beiden Fahrten an dem Vormittag und am nächsten Tag nach Brandenburg nicht erklären, wie die Mordkommission mitteilte.

Allerdings mussten die Ermittler einen Rückschlag hinnehmen. Wie vor rund zwei Wochen bekannt wurde, stammt das im Kofferraum gefundene Haar nicht von Rebecca (TAG24 berichtete).

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