Mädchen (8) stirbt bei Rodelunfall, weil sie deutsche Warnschilder nicht versteht

Südtirol - Für die kleine Emily (8) aus Italien endete der Skiurlaub mit ihren Eltern in einer Tragödie.

Emily und ihre Mutter prallten mit dem Schlitten gegen einen Baum. (Symbolbild)
Emily und ihre Mutter prallten mit dem Schlitten gegen einen Baum. (Symbolbild)  © 123RF

Das Kind wollte am Wochenende mit ihrer Mutter (38) am Corno del Renon in Südtriol rodeln gehen, als die beiden in der Seilbahn sitzen und die Station zur Rodelbahn verpassen.

Laut "Blick" steigen sie an der Endstation aus und setzen sich dort auf ihren Schlitten, um die schwarze Piste "Schwarzsee 2" hinunter zu rodeln. Was sie nicht wissen: Hier ist Schlittern verboten.

Doch die Warnschilder sind auf Deutsch. Weder Emily noch ihre Mutter können lesen, was darauf steht. Deshalb rodeln sie los, ohne lange zu zögern.

Doch bald wird der Schlitten viel zu schnell. Die beiden können ihn nicht mehr abbremsen und versuchen, ihn an den Rand der Piste zu lenken. Der ist allerdings von Bäumen gesäumt.

Es kommt zur Tragödie: Der Schlitten prallt gegen einen Baum. Für Emily kommt jede Hilfe zu spät. Ihre Mutter wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Wie "Blick" weiter berichtet, habe die örtliche Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet. Gegen den Betreiber der Ski-Anlage und die Mutter werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Weil in Bozen-Südtirol, wo der Unfall passierte, Deutsch und Italienisch als Amtssprachen gleichberechtigt sind, kommt es immer wieder zu Konflikten.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0