Drama in Südtirol mit 6 toten Deutschen: Unfallraser kommt in den Knast

Bozen/Luttach - Der Unfallfahrer, der in Südtirol sechs junge Deutsche getötet hat, wird nach Bozen ins Gefängnis verlegt.

Zwei Einsatzkräfte der Carabinieri rekonstruieren den Unfallhergang.
Zwei Einsatzkräfte der Carabinieri rekonstruieren den Unfallhergang.  © Lino Mirgeler/dpa

Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der 27-Jährige sei aus dem Krankenhaus in Bruneck bereits entlassen worden.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Südtirol ermitteln weiter zu den Umständen der tödlichen Alkoholfahrt im Wintersportort Luttach vom Sonntag. Der Mann war in eine Gruppe junger Skitouristen gerast.

Dabei wurden weitere elf Menschen verletzt, eine Person kämpfte im Krankenhaus in Innsbruck in Österreich noch ums Überleben.

Der Mann aus der Region war stark betrunken, wie ein Bluttest ergab. Am Sonntagabend hatte die Staatsanwaltschaft in Bozen zudem mitgeteilt: "Aufgrund der gesamten Unfalldynamik ist von einer erheblichen Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auszugehen. Es wird ein Gutachten zur genauen Feststellung der Geschwindigkeit in Erwägung gezogen." An der Unglücksstelle sind 50 Kilometer pro Stunde erlaubt.

Die Polizei in Bozen machte am Montagvormittag keine neuen Angaben zum Zustand der Verletzten. Der 27-Jährige war kurz nach dem Unfall festgenommen und ins Hospital gebracht worden.

Update 14.15 Uhr: Angehörige vor Ort

Bis Montag reisten immer mehr trauernde Angehörige aus Deutschland nach Südtirol. Viele kamen zum Krankenhaus in Bruneck, rund 20 Fahrkilometer von Luttach entfernt. Dort befanden sich die Toten, um abschließend identifiziert zu werden. Von den Toten wohnten nach Angaben des NRW Innenministeriums zwei in Wuppertal, einer in Köln und einer in Dortmund.

Sechs Menschen wurden bei dem Unfall getötet.
Sechs Menschen wurden bei dem Unfall getötet.  © Freiwillige Feuerwehr Luttach/dpa

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa


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