Suizid entpuppte sich als Mord: Lebensgefährte vor Gericht

In diesem Haus wurde die 46-Jährige tot in der Badewanne gefunden.
In diesem Haus wurde die 46-Jährige tot in der Badewanne gefunden.

Oerlinghausen/Detmold - Ende November 2016 wurde die Leiche einer 46-Jährigen in der Badewanne in ihrer Wohnung in Oerlinghausen gefunden (TAG24 berichtete). Was erst wie ein Suizid aussah, stellte sich schnell als Mord heraus.

Ab dem 24. Mai muss sich der dringend tatverdächtige 36-jährige Lebensgefährte der Frau vorm Landgericht Detmold verantworten.

Die Anklage wirft ihm Totschlag vor. Er soll seine Lebensgefährtin während eines Streites so häufig und so heftig geschlagen haben, dass sie innerliche verblutete.

Mehrfach soll er sie gegen harte Gegenstände wie Türrahmen und eine Kommode gestoßen haben. Durch eine Riss-/Quetschwunde an der linken Schläfe und die inneren Blutungen starb die 46-Jährige schließlich.

Als das Opfer kein Lebenszeichen mehr von sich gab, soll der Angeklagte keine Hilfe gerufen haben. Stattdessen soll er über einen längere Zeitraum die Wohnung seiner Partnerin gereinigt haben.

Er richtete alles so her, dass das Szenario einem Selbstmord glich. Am Morgen des 25. November 2016 alarmierte er schließlich de Polizei und gab an, seine zehn Jahre ältere Lebensgefährtin tot in der Badewanne entdeckt zu haben.

Die Obduktion ergab dann aber ein ganz anderes Bild: Aufgrund massiver Gewalteinwirkungen starb die 46-Jährige. Nur einen Tag nach der Meldung kam der 36-Jährige in U-Haft.

Zwischen dem Pärchen kam es in der Vergangenheit wohl immer wieder zu häuslicher Gewalt. "Die Frau hat die Anzeigen gegen ihren Lebensgefährten aber immer wieder zurückgezogen", sagte Staatsanwalt Christopher Imig.

Nach der Obduktion ergab sich ein ganz anderes Bild: Die Frau beging keinen Suizid, sondern wurde brutal ermordet.
Nach der Obduktion ergab sich ein ganz anderes Bild: Die Frau beging keinen Suizid, sondern wurde brutal ermordet.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0