Gefrierschock! Dieses Gemüse wird jetzt richtig teuer

Lecker! Doch auf Eisbergsalat müsst Ihr wahrscheinlich erstmal verzichten.
Lecker! Doch auf Eisbergsalat müsst Ihr wahrscheinlich erstmal verzichten.

Valencia - Der Januar ist ja der Monat der guten Vorsätze: Weniger trinken, mit dem Rauchen aufhören und sich gesünder ernähren. Doch wer das in die Tat umsetzen will, der muss jetzt tief in die Tasche greifen: Denn am Gemüseregal steigen die Preise teilweise über 100 Prozent!

Aktuell müssen die Kunden hierzulande feststellen, dass frisches und günstiges Obst im Winter nicht selbstverständlich ist.

Der Grund dafür ist das Wetter: Überschwemmungen, Schnee und Eis haben einen Großteil der Ernte in Italiens und Spaniens Gemüseplantagen zerstört. Vor allem bei Tomaten, Zucchinis, Brokkoli, Kürbis, Blumenkohl und Salat wird es jetzt richtig eng. Das berichtet die Welt.

Während in der Schweiz die Regale noch gefüllt bleiben, sieht es in Deutschland schlechter aus. "Es ist einfach weniger Ware da", so der Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbands, Andreas Brüggen, zur Welt.

Schnee und Eis auch in Südspanien: Die Region um Valencia ist der größte Obst- und Gemüselieferant für Europa.
Schnee und Eis auch in Südspanien: Die Region um Valencia ist der größte Obst- und Gemüselieferant für Europa.

Und diese Bilanz wirkt sich deutlich auf die Preise aus.

"Bei Zucchini sind die Preise teils um über 100 Prozent gestiegen", so Hans-Christian Behr, Experte bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).

Auch Tomaten, Paprika und Gurken werden immer knapper, denn diese brauchen bei niedrigen Temperaturen lange um sich zu erholen, wachsen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt einfach nicht mehr.

Der beliebteste Salat der Deutschen, der Eisbergsalat, wäre ebenfalls kaum noch zu bekommen. Auch diese grünen Blätter fielen in Spanien dem Frost zum Opfer. Das Ergebnis: Schlechte Qualität, die von den Importeuren teuer aufbereitet werden muss, was sich sofort auf die Verbraucher auswirkt.

Auch Paprika wird deutlich teurer.
Auch Paprika wird deutlich teurer.

„Verteuerungen um 100 Prozent und mehr sind hier keinesfalls ungewöhnlich“, so ein Sprecher des Schweizer Supermarktriesen Migros.

Wieviel an unsere Märkte letztendlich geliefert werden kann, ist kaum noch vorhersehbar. Bis zum Frühjahr könnte diese Knappheit noch anhalten. Während die Importeure schon neue Beschaffungsmöglichkeiten überprüfen, muss sich auch die Gastronomie umstellen: Auf Lagergemüse wie Chinakohl, Sellerie oder Karotten.

Die seien genauso wie Champignons sogar billiger als im Vorjahr.

Wer jedoch auf ein saftiges Tomatenangebot oder billigen Brokkoli hofft, kann sich das gleich abschminken. „Die Konsumenten kommen darüber hinaus nicht in den Genuss von Aktionen, weil es an den erforderlichen Mengen fehlt“, so der Migros-Sprecher.

Wir müssen uns also umstellen: Naja, saisonal und regional scheint ja sowieso im Trend zu liegen...


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