Susanna-Mordprozess geht zu Ende: So lauteten Ali Bashars letzte Worte vor dem Urteil

Wiesbaden - Nach knapp vier Monaten Verhandlungsdauer steht der Wiesbadener Prozess um den Mord an der 14-jährigen Susanna vor dem Abschluss.

Ali Bashar (Re.) verdeckt sein Gesicht vor Gericht mit einem Papier-Umschlag
Ali Bashar (Re.) verdeckt sein Gesicht vor Gericht mit einem Papier-Umschlag  © DPA

An diesem Mittwoch (10. Juli) will das Landgericht das Urteil verkünden. Der Angeklagte Ali Bashar hatte zu Beginn des Prozesse gestanden, die Schülerin aus Mainz Ende Mai 2018 in Wiesbaden-Erbenheim getötet zu haben.

Der irakische Flüchtling bestritt aber, sie zuvor vergewaltigt zu haben. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen. Die Leiche der Schülerin war erst nach einer großen Suche am 6. Juni 2018 in einem kleinen Wald gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft fordert für den 22-Jährigen lebenslange Haft und beantragte eine besondere Schwere der Schuld. Folgt das Gericht dem Antrag, wäre bei einer Verurteilung wegen Mordes eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.

Bashar habe kaltblütig, zielgerichtet und heimtückisch gehandelt, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Die Verteidigung verzichtete auf einen Antrag für ein konkretes Strafmaß.

Bashar selbst bat in seinem Schlusswort um Entschuldigung. Er sei bereit, seine Strafe auf sich zu nehmen und diese bis zum letzten Tag abzusitzen, sagte er.

Auch Susannas Mutter war vor Gericht anwesend.
Auch Susannas Mutter war vor Gericht anwesend.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0