Geld für Rechtsstreit gegen Verband! SV Babelsberg pumpt eigene Fans an

Ein Cottbuser Randalierer geht auf einen Ordner los.
Ein Cottbuser Randalierer geht auf einen Ordner los.  © DPA (Archivbild)

Babelsberg - Jetzt Macht der Viertligist SV Babelsberg mobil und rüstet sich finanziell für einen Rechtsstreit mit dem Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV).

Und das mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Denn Nulldrei ruft seine Fans dazu auf, Geld zu spenden!

"Wir bitten euch um eure Unterstützung in Form von Spenden oder einer speziellen Soli-Mitgliedschaft über 12 Monate", so der Club-Appell an die treuen Anhänger.

"Nach Stand der Dinge sind bereits und werden auf den SV Babelsberg 03 noch größere Ausgaben für Verfahrens-, Prozess- und Anwaltskosten zukommen", hieß es in dem Aufruf am Dienstag.

Zudem hofft man auf ein Benefizspiel gegen einen "Verein aus der 1. oder 2. Liga" im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion.

Ordner haben einen Cottbuser eingefangen. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.
Ordner haben einen Cottbuser eingefangen. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.

Das Geld werde "zur Deckung der schon entstandenen und noch zu erwartenden Kosten für den aktuellen Rechtsstreit mit dem NOFV und zur Unterstützung kleinerer, engagierter Vereine verwendet."

Nach wie vor offen ist der Betrag von 7000 Euro.

Zu dieser Strafe hatte der NOFV die Babelsberger für das Abbrennen von Pyrotechnik beim Skandalspiel gegen Energie Cottbus (2:1) am 28. April 2017 verdonnert (TAG24 berichtete).

Der Verein ist auch bereit, diese Strafe zu bezahlen, weigert sich jedoch trotz zweiter Mahnung, weil in der Urteilsbegründung steht, dass Babelsberg-Fans "Nazischeine raus" gerufen hatten.

Eine Reaktion auf zum Hitlergruß gereckte Arme im Cottbus-Block und Schmähgesänge. Diese "rechtsradikalen und antisemitischen Verfehlungen" bleiben jedoch ungesühnt! Lediglich der Platzsturm der Randalierer wurde mit 6000 Euro geahndet.

Dem SV Babelsberg 03 droht schlimmstenfalls der Ausschluss aus der Regionalliga Nordost, wie TAG24 berichtete.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag prallen Nulldrei-Verantwortliche und NOFV womöglich zum Showdown aufeinander.


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