Lilien im Sieges-Rausch: SV Darmstadt 98 schlägt auch den 1. FC Heidenheim

Darmstadt - Vierter Sieg in Folge! Im Stadion am Böllenfalltor besiegte der SV Darmstadt 98 den Tabellenvierten 1. FC Heidenheim souverän und hoch verdient mit 2:0 (2:0). Die Tore für die Lilien erzielten Serdar Dursun (11.) und Mathias Honsak (16.).

Victor Pálsson (r.) bejubelt mit Torschütze Mathias Honsak das 2:0.
Victor Pálsson (r.) bejubelt mit Torschütze Mathias Honsak das 2:0.  © dpa/Thomas Frey

Gegenüber dem 2:1 beim 1. FC Nürnberg veränderte der scheidende Lilien-Coach Dimitrios Grammozis sein Team auf drei Positionen. Immanuel Höhn kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre für Nicolai Rapp zurück ins Team. Patrick Herrmann rückte für den gelb-gesperrten Kapitän Fabian Holland in die Startelf und Seung-ho Paik machte Platz für Marvin Mehlem.

Die Gäste begannen aggressiv und versuchten, den SVD in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Doch die Lilien machten gleich mit ihrem ersten, schön vorgetragenen Angriff die Bude.

Victor Pálsson eroberte in der gegnerischen Hälfte den Ball und spielte rechts zu Patrick Herrmann. Der wiederum schickte Mehlem steil, dessen Hereingabe dann Serdar Dursun zum 1:0 ins Tor schlitterte (11.). Bereits der elfte Treffer des Darmstädter Torjägers!

Und die Lilien legten nach. Pálsson leitete einen Pass von Tobias Kempe klasse mit der Hacke auf den durchgestarteten Mathias Honsak weiter, der dann Heidenheims Torhüter Kevin Müller mit einem Beinschuss düpierte: 2:0 für die Lilien (16.)!

Das dürfte sich der ambitionierte Gast aus Schwaben irgendwie anders vorgestellt haben. Vor allem, weil die Lilien nicht nachließen. Wieder setzte sich der starke Mehlem rechts durch und bediente Kempe im Heidenheimer Strafraum, dessen Schussversuch gerade noch geblockt werden konnte (26.).

Souveräne Lilien drängen auf das 3:0

Darmstadts Matthias Bader (l) und Heidenheims Sebastian Griesbeck kämpfen um den Ball: Die Lilien hatten das Geschehen in der ersten Halbzeit vollkommen im Griff.
Darmstadts Matthias Bader (l) und Heidenheims Sebastian Griesbeck kämpfen um den Ball: Die Lilien hatten das Geschehen in der ersten Halbzeit vollkommen im Griff.  © dpa/Thomas Frey

In der Folge griffen die Gäste wütend an und hatten mehr Ballbesitz. Darmstadt zog sich in die zunächst sicher stehende Defensive zurück und setzte auf Konter.

Einer davon hätte beinahe zum 3:0 geführt, doch Müller konnte einen satten Mehlem-Schuss von der Strafraum-Grenze abwehren (32.). Kurz darauf köpfte Pálsson eine Kempe-Ecke haarscharf am Heidenheimer Kasten vorbei (37.). So ging es mit einer hoch verdienten Führung für die Lilien in die Pause.

Und der SVD hatte richtig Spaß an der Partie. Bereits im Mittelfeld eroberten die Darmstädter die Bälle und erspielten sich zu Beginn der zweiten Hälfte Chance um Chance.

Mehlem auf Dursun, doch Patrick Mainka grätschte im letzten Moment den Ball zur Ecke (49.). Dann zog Kempe aus aussichtsreicher Position ab - wieder abgeblockt, wieder Ecke (51.). Die Hessen hatten das Spiel im Griff und waren dem 3:0 näher als die Gäste dem Anschluss-Treffer.

Den hatte Yannick Stark auf dem Fuß, als er in der 61. Minute mit einem Distanz-Schuss den Kasten der Schwaben knapp verfehlte.

Der SV Darmstadt spielt die Führung souverän über die Zeit

Marvin Mehlem zeigte eine starke Leistung.
Marvin Mehlem zeigte eine starke Leistung.  © dpa/Thomas Frey

Doch dann ein Lebenszeichen des Tabellenvierten, als Sebastian Griesbeck und der eingewechselte Marc Schnatterer Lilien-Keeper Marcel Schuhen innerhalb weniger Sekunden prüften (62.).

Die Gäste erhöhten nun den Druck und setzten sich kurzzeitig in der Hälfte der Darmstädter fest. Doch die Lilien merkten, dass sie nun wieder mehr tun mussten und erhöhten den Einsatz.

Pech, dass Pálsson freistehend aus acht Metern den eigenen Mann anschoss. Das hätte das 3:0 sein müssen (70.).

Dimitrios Grammozis brachte Paik für den ausgelaugten Mehlem (71.) und Tim Skarke für Torschütze Honsak (79.).

Zwar bemühten sich die Heidenheimer weiterhin, Chancen herauszuspielen. Darmstadt stand aber nun wieder sehr gut und ließ keine Gefahr mehr vor dem eigenen Kasten aufkommen.

Stattdessen hatte der für Dursun eingewechselte Felix Platte gleich bei seinem ersten Ball-Kontakt die Möglichkeit zum 3:0, allerdings wurde der Schuss gerade noch zur Ecke abgewehrt (88.).

Ein unschönes Bild kurz vor Schluss: Oliver Hüsing hatte im Zweikampf mit Dario Dumic den Fuß zu hoch und traf den Innenverteidiger der Darmstädter im Gesicht. Dafür zückte Schiedsrichter Sven Waschitzki die rote Karte (90.) - eine harte aber vertretbare Entscheidung.

So spielten die Lilien den verdienten Sieg souverän über die Zeit und setzen sich nun im oberen Tabellendrittel der Liga erst einmal fest.

Am kommenden Samstag (13 Uhr) ist dann der VfL Bochum zu Gast in der Festung Böllenfalltor.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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