Toll gekämpft: SV Darmstadt 98 verdient sich Punkt gegen den VfB Stuttgart

Darmstadt - Im Stadion am Böllenfalltor trennten sich am letzten Spieltag der Hinrunde der SV Darmstadt 98 und der VfB Stuttgart unentschieden 1:1 (1:1). Tobias Kempe (30.) brachte die Lilien in Führung, Borna Sosa glich für die Schwaben aus (45.).

Tobias Kempe jubelt über sein Tor zum 1:0.
Tobias Kempe jubelt über sein Tor zum 1:0.

Gegenüber dem torlosen Unentschieden beim SV Wehen Wiesbaden veränderte Lilien-Coach Dimitrios Grammozis seine Startelf auf zwei Positionen. Yannick Stark ersetzte den rot-gesperrten Victor Pálsson, Tim Skarke rückte für Marcel Heller (Bank) ins Team.

Das Spiel begann, wie man es erwarten konnte. Die Lilien standen gewohnt tief und versuchten, mit langen Bällen zu Chancen zu kommen, während der VfB auf Ballbesitz und seine spielerische Überlegenheit setzte.

Das vielbeinige Darmstädter Abwehr-Bollwerk hielt zunächst hervorragend. Man ließ Stuttgart zwar bis zum Strafraum fleißig kombinieren, gefährlich vors Tor kamen die Schwaben aber nicht.

Stattdessen setzte der SVD den einen oder anderen Nadelstich. Einen sauber herausgespielten Angriff vollendete Stark noch knapp neben dem Tor (17.). Kurz darauf schlug es dann ein im Kasten von Fabian Bredlow.

Die Lilien kamen nach einem Missverständnis der Stuttgarter in der Höhe der Mittellinie zum Einwurf. Schnell ausgeführt von Patrick Herrmann auf Marvin Mehlem, der gegen aufgerückte Stuttgarter Kempe steil schickte und der Routinier ließ es sich nicht nehmen, den Ball trocken im linken Eck zu versenken: 1:0 (20.).

VfB nutzt erste große Chance zum Ausgleich

Borna Sosa netzt kurz vor der Pause zum 1:1 ein.
Borna Sosa netzt kurz vor der Pause zum 1:1 ein.

Da die Lilien auch im Anschluss ihre Sache gut machten, lief der VfB weiterhin ohne große Ideen an. Und Darmstadt wurde mutiger.

In der 32. Minute beinahe das 2:0: Dario Dumic drosch den Ball aus 18 Metern aufs Tor. Bredlow konnte zwar abwehren, aber der Ball fiel Mehlem vor die Füße. Dessen Schuss aus ganz spitzem Winkel klärte der Keeper dann mit dem Fuß (35.).

Jetzt wurde Stuttgart nervös. Der SVD hatte plötzlich mehr vom Spiel und kam durch Mehlem zu einer weiteren guten Chance (42.).

Pech für die Hessen, dass genau in dieser Phase der VfB mit seiner ersten guten Chance den Ausgleich erzielte.

Silas flankte den Ball über die Lilien-Abwehr hinweg punktgenau auf den freistehenden Gonzalo Castro. Dessen Kopfball aus kurzer Distanz konnte Marcel Schuhen nur noch nach vorne abklatschen, wo er Sosa vor der Füße fiel, der problemlos verwandelte (45.).

Mit diesem für den VfB Stuttgart glücklichen Ergebnis ging es in die Pause.

Treffer von Mario Gomez wird aberkannt

Wieder nix: Der Treffer von Mario Gomez wurde nach Entscheid des Video-Assistenten aberkannt.
Wieder nix: Der Treffer von Mario Gomez wurde nach Entscheid des Video-Assistenten aberkannt.

Die zweite Halbzeit begann hektisch und mit einigen Fouls sowie härter geführten Zweikämpfen. Doch Chancen blieben zunächst Mangelware.

In der 55. Minute hatte dann nach einem krassen Fehler der Lilien Mario Gomez das 2:1 auf dem Fuß. Dumic spielte am eigenen Strafraum Sosa den Ball in die Füße, der gab weiter auf Gomez, aber der ehemalige Nationalspieler verzog von der Strafraumkante knapp über das Tor.

Auf der anderen Seite schickte Serdar Dursum Skarke mit der Hacke steil, doch dessen Abschluss stellte für Bredlow kein Problem dar (60.).

Nur drei Minuten später scheiterte Mehlem aus acht Metern an Bredlow (64.). Auf der Gegenseite drosch Gomez eine Hereingabe von Sosa in die Maschen, stand dabei aber nach VAR-Entscheidung knapp im Abseits (66.). Jetzt war hier richtig was los auf dem Platz!

Der VfB erhöhte nun den Druck merklich. Darmstadt hatte Riesenglück, dass Phlipp Förster eine Flanke von links aus elf Metern an den rechten Pfosten nagelte und Immanuel Höhn den Nachschuss von Santiago Ascacíbar für den geschlagenen Schuhen zur Ecke abwehren konnte (78.).

Das Tor für den VfB lag nun in der Luft, auch weil bei den aufopferungsvoll kämpfenden Lilien die Kräfte schwanden. In der Nachspielzeit wäre es dann fast soweit gewesen, als Förster frei im Lilien-Strafraum zum Schuss kam. Aber es war wieder ein Lilienbein dazwischen und lenkte den Ball zur Ecke ab.

So retteten tapfere Darmstädter den gar nicht mal unverdienten Punkt über die Zeit. Am kommenden Samstag (13 Uhr) erwartet der SVD am Böllenfalltor mit dem HSV dann den nächsten dicken Brocken.

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