DFB muss Punktabzug gegen Waldhof Mannheim zurücknehmen

Frankfurt/Mannheim - Der Punktabzug für den SV Waldhof Mannheim war nicht gerechtfertigt. Der DFB darf Fußballclubs für das Fehlverhalten seiner Anhänger nicht mit dem Abziehen von Punkten bestrafen.

27. Mai 2018: Pyrotechnik wird abgefackelt.
27. Mai 2018: Pyrotechnik wird abgefackelt.  © DPA

Das entschied das Landgericht Frankfurt am Main am Mittwoch und gab dem SV Waldhof Mannheim mit seiner Klage gegen den Abzug von drei Punkten Recht. Der DFB müsse den Punktabzug zurücknehmen.

Der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga Südwest hatte sich mit der Klage gegen die Strafe für die Verstöße seiner Anhänger im abgebrochenen Relegations-Rückspiel gegen den KFC Uerdingen im Mai 2018 gewehrt.

"Der Punktabzug verfälscht den sportlichen Wettbewerb. Diesen in fairer Weise zu fördern, ist oberster Satzungszweck des DFB. Ein Punktabzug ist daher in aller Regel nur gerechtfertigt, wenn er dazu dient, einen unberechtigt oder in sonstiger Weise unfair erlangten Vorteil wieder rückgängig zu machen", sagte der Vorsitzende Richter Richard Kästner.

Während des Skandal-Spiels stehen Ordne rund Journalisten im Carl-Benz-Stadion vor den Rängen.
Während des Skandal-Spiels stehen Ordne rund Journalisten im Carl-Benz-Stadion vor den Rängen.  © DPA

Die Entscheidung des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Gegen sie kann binnen eines Monats bei dem Oberlandesgericht Berufung eingelegt werden.

Während des Relegationsrückspiels der Mannheimer um den Aufstieg in die 3. Liga gegen den KFC Uerdingen am 27. Mai 2018 hatten Waldhof-Fans Rauchbomben auf das Spielfeld geworfen. Dies hatte zum Spielabbruch geführt.

Der DFB-Kontrollausschuss belegte den SV Waldhof anschließend unter anderem mit einem Abzug von neun Punkten in der laufenden Saison.

In einer anschließenden Berufungsverhandlung reduzierte das DFB-Bundesgericht die Strafe auf drei Punkte.

Titelfoto: DPA

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