SV Waldhof Mannheim gegen 1860 München: Bedrohung, Flaschenwurf und Pyro

Mannheim - Während die Partie SV Waldhof Mannheim gegen TSV 1860 München am Montagabend mit 4:0 für die Mannheimer endete, hatten Polizisten am Rande des Hochrisiko-Spiels immer wieder zu tun.

Der SV Waldhof Mannheim (hier beim Spiel gegen den Chemnitzer FC) gewann die Partie mit 4:0.
Der SV Waldhof Mannheim (hier beim Spiel gegen den Chemnitzer FC) gewann die Partie mit 4:0.

Insgesamt waren nach Veranstalter-Angaben 14.200 Zuschauer ins Carl-Benz-Stadion gekommen, darunter 1800 Münchner Fans.

Wie die Polizei mitteilt, kam es zum ersten Zwischenfall bereits um kurz nach 15 Uhr, vor Anpfiff der Partie.

Zu dem Zeitpunkt befanden sich fünf Fans des TSV 1860 München im Bereich des Quadrats M7. Dort wurden sie nach bisherigem Kenntnisstand von rund 15 Anhängern des SV Waldhof Mannheim abgepasst "und unter Androhung von Gewalt zur Übergabe ihrer Fanutensilien aufgefordert".

Die fünf Fans aus Bayern (15 bis 19) gaben schließlich sieben Fanartikel heraus, anschließend flüchteten die bislang unbekannten Täter in Richtung Hauptbahnhof.

Kurz vor 18 Uhr zündeten dann unbekannte Rauchkörper im Bereich des Gartenschauwegs.

"Nach derzeitigem Kenntnisstand verließen TSV 1860 München Fans einen Fanbus, welcher leer am Stadion ankam und suchten gegen 17.50 Uhr in Höhe der Riedbahnbrücke/ Theodor Heuss Anlage die Auseinandersetzungen mit Waldhof-Mannheim-Anhängern", schreiben die Beamten.

Die Einsatzkräfte erkannten die Situation schnell und konnten ein Aufeinandertreffen und eine mögliche gewalttätige Auseinandersetzung zwischen der 45-köpfigen TSV-1860-München-Fangruppierung und Mannheimer Fans abwenden. "Eine Fantrennung wurde schnell aufgebaut." Die streitsuchenden Anhänger der Münchner wurden einer Personenkontrolle unterzogen, die Personalien festgestellt.

Flaschenwurf und Pyros

Immer wieder kam es rund um die Begegnung zu Vorfällen. (Symbolbild)
Immer wieder kam es rund um die Begegnung zu Vorfällen. (Symbolbild)

"Die von ihnen mitgeführte Passivbewaffung, Vermummungsmaterial und Handschuhe wurden sichergestellt", heißt es in der Mitteilung. Auch Kleinstmengen an Betäubungsmitteln wurden einkassiert.

Insgesamt ergaben sich hier 13 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Der nächste Zwischenfall dann gegen 18.20 Uhr: Ein Mann warf im Bereich der Theodor-Heuss-Anlage in Höhe des Gartenschauwegs eine Flasche auf einen Fanbus aus München. "Der alkoholisierte Mann wurde vorläufig festgenommen, nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen für die Dauer des Spiels in Gewahrsam genommen, danach wieder auf freien Fuß gesetzt."

Der Bus wurde bei dem Flaschenwurf nach derzeitigem Kenntnisstand nicht beschädigt und konnte sein Fahrt fortsetzen.

Gegen 20.15 Uhr wurden im Gästefanblock (Stehplatzbereich) Pyros abgebrannt und Feuerwerksraketen gezündet. "Insgesamt wurden über Minuten circa 20 bis 25 pyrotechnische Materialien abgebrannt drunter auch sogenannte Bengalische Fackeln." Die Vorgänge wurden mit der neu installierten Videotechnik des Carl-Benz-Stadions gesichert, eine entsprechende Auswertung und Bewertung des Videomaterials wird stattfinden. Anzeigen werden vorgelegt.

Im Bereich des Gartenschauwegs, dortiger Halteplatz der Fanbusse aus München, wurden nach dem Spiel abermals Bengalische Feuer abgebrannt. Vor dem Spiel, während des Spiels und auch nach dem Spiel kam es nach derzeitigem Kenntnisstand zu keiner gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Fußballanhängern.

Das Spiel wurde von mehreren hundert Beamten begleitet.

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