Hammer-Gerücht: Kehrt deutscher Ex-Nationalspieler in die Bundesliga zurück?

Bremen - Steht der SV Werder Bremen vor einem Transferhammer? Die Grün-Weißen sollen am früheren deutschen Nationalspieler Amin Younes (26) vom SSC Neapel interessiert sein.

Amin Younes zog mit Ajax Amsterdam 2017 ins Finale der Europa League ein.
Amin Younes zog mit Ajax Amsterdam 2017 ins Finale der Europa League ein.  © Ina Fassbender/dpa

Das berichten neapolitanische Quellen wie "SpazioNapoli". Den Berichten zufolge soll Werder daran interessiert sein, den flinken "Dribbelzwerg" vom italienischen Spitzenklub auszuleihen.

Younes gilt in Süditalien als Wechselkandidat. Denn der Kader des SSC ist äußerst prominent besetzt: Auf seiner linken offensiven Außenbahn spielen beispielsweise Neapels Kapitän Lorenzo Insigne, sowie Neuzugang und Deutschland-Schreck Hirving Lozano ist auf dieser Seite beheimatet.

Momentan ist der 1,68 Meter kleine Younes also nur dritte Wahl unter dem Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti.

Den Medienberichten zufolge soll Werders Sportchef Frank Baumann bereits sein Neapel-Pendant Cristiano Giuntoli kontaktiert haben

Die Gelegenheit für Bremen ist äußerst günstig. Denn bei einer Leihe ist das finanzielle Risiko gering - und die Qualität des gebürtigen Düsseldorfers ist groß, in Top-Form könnte er sich sogar zu einem Ausnahmespieler der Bundesliga entwickeln.

Dafür müsste der Confederations-Cup-Sieger von 2017 allerdings endlich mal wieder fit bleiben. Gerade die Achillessehne ist die Problemzone von Younes. Diese riss er sich 2018, fiel deshalb lange aus, hatte dann auch noch eine Achillessehnenreizung und brauchte deshalb viele Monate, um wieder fit zu werden.

Amin Younes kam für den SSC Neapel nur selten zum Einsatz

Amin Younes gewann 2017 den Confederations Cup mit der deutschen Nationalmannschaft.
Amin Younes gewann 2017 den Confederations Cup mit der deutschen Nationalmannschaft.  © Christian Charisius/dpa

Auch deshalb kam er für Neapel auf insgesamt nur 16 Einsätze, in denen er seine Qualitäten aber zeigte: Er traf selbst drei Mal und bereitete ebenso viele Tore direkt vor.

Er wollte unbedingt zum SSC, als sich aber Ende 2017/Anfang 2018 der Transfer zerschlug, war Younes niedergeschlagen und verweigerte für seinen damaligen Klub Ajax Amsterdam eine Einwechslung in der Nachspielzeit, was er schnell bereute.

Danach gab es keine Rückkehr mehr in den Profi-Kader des niederländischen Top-Klubs. Für Ajax hatte er 100 Partien absolviert (17 Tore, 25 Vorlagen) und im Finale der Europa League gestanden, dort aber am 24. Mai 2017 mit 0:2 gegen Manchester United verloren. So zog es ihn im Sommer 2018 nach Neapel.

Ausgebildet wurde Younes allerdings bei Borussia Mönchengladbach, wo er von 2000 bis 2014 spielte, alle Jugendmannschaften durchlief und es bis ins Profiteam schaffte, sich dort aber nicht entscheidend durchsetzen konnte, weshalb er an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen wurde, sich dort aber ebenfalls schwer tat. Also schlug Ajax im Sommer 2015 zu und machte ein Schnäppchen - nur 2,5 Millionen Euro Ablöse flossen, was sich vielfach rentieren sollte.

Wenn Younes zu Bremen wechseln sollte und noch einmal an seine Bestform herankommen kann, ist er mit seiner mutigen Spielweise im direkten Duell und seinen Haken, die er dank seines niedrigen Körperschwerpunktes und seiner Geschwindigkeit rasend schnell ausführen kann, eine Bereicherung für die Bundesliga.

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