Frau denkt, sie hätte nur Fieber: 10 Tage später erwacht sie aus dem Koma und verliert Finger und Füße

Sydney (Australien) - Juttima Chinnasri (28) aus Sydney dachte, dass sie die Grippe bekommen würde, da sie Fieber hatte. Im Oktober 2018 legte sich die junge Frau früh ins Bett, um sich auszuruhen. Sie ahnte nicht, was ihr bevorstehen würde.

Juttima Chinnasri (28) auf einem Facebook-Selfie vor ihrer Krankheit.
Juttima Chinnasri (28) auf einem Facebook-Selfie vor ihrer Krankheit.  © Facebook/Screenshot/Juttima Chinnasri

Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war sie mit fleckigen, dunklen Ausschlägen bedeckt und wurde in eine Klinik gebracht, berichtet die "Daily Mail". Die Ärzte des "St. George"-Krankenhaus stellten der 28-Jährigen eine Schockdiagnose und sagten ihr, dass sie "sehr, sehr krank" sei. Die Blutuntersuchung bestätigte, dass sie Meningokokken Typ B hatte.

Bei Meningokokken handelt es sich um weltweit vorkommende Bakterien, die eine bakterielle Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen können. Besonders Kinder und Jugendliche zählen zu den Risikogruppen - vor allen Dingen unter Fünfjährige, berichtet "impfen-info".

Die Australierin wurde ins künstliche Koma versetzt, während das Krankenhauspersonal verzweifelt darum kämpfte, ihr Leben zu retten. Als Juttima Chinnasri nach zehn Tagen aufwachte, wurde ihr gesagt, dass ihre Finger und Unterschenkel amputiert werden müssten.

"Die Hälfte von mir hat es nicht geglaubt", sagte sie gegenüber dem "Daily Telegraph". "Ich hoffte, es gebe einen anderen Ausweg, sodass ich meine Beine und Hände nicht verlieren müsste." Doch den gab es nicht. Chinnasri wurden die Füße, ein Teil der Unterschenkel und ihre Finger amputiert.

Juttima Chinnasri ist trotz allem sehr glücklich

Ein Bild aus der Vergangenheit.
Ein Bild aus der Vergangenheit.

Sie verbrachte die nächsten drei Monate im Krankenhaus und lernte, ohne ihre Extremitäten zu leben. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl und kehrt bald in ihr Zuhause zurück. Obwohl die junge Frau nicht mehr laufen kann, sagt sie, dass sie sich noch immer als sehr glücklich ansieht.

"Ich bin glücklich, dass ich immer noch hier bin, es hätte viel schlimmer sein können", sagte sie. Denn tatsächlich endet die tückische Krankheit für viele Betroffene mit dem Tod.

In Deutschland gehen Experten von über 700 Meningokokken-Erkrankungen pro Jahr aus, schreibt "Impfen-info". Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion, also vor allem über Niesen oder Husten, sowie über den direkten engen Kontakt, zum Besipiel beim Küssen, übertragen.

Eine Infektion ist bei üblichen Alltagskontakten zum Glück nicht möglich, da die Erreger an der Luft schnell absterben. Es gibt eine weitere gute Nachricht: In Deutschland besteht die Möglichkeit sich gegen die verschiedenen Typen von Meningokokken impfen zu lassen.

Nähere Informationen erhaltet Ihr hierzu unter: impfen-info.de.

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