Fünf Stunden sollen sie auf ihn eingeprügelt haben! Teenager kidnappen und töten 17-Jährigen

Sydney (Australien) - Konnten sie Realität und Fiktion nicht mehr voneinander trennen? Drei Teenager aus dem australischen Sydney sollen am 12. März unter anderem fünf Stunden lang mit einem Stock auf Justin T. (†17) eingeprügelt haben, ehe sie ihn schließlich erstachen. Einige der Ermittler glauben, dass die Täter, die alle exzessiv ein Mittelalter-Online-Game spielten, dieses nicht mehr vom echten Leben unterscheiden konnten, berichtet die "Daily Mail".

Justin T. wurde nur 17 Jahre alt.
Justin T. wurde nur 17 Jahre alt.  © New South Wales Police

Im Amtsgericht Burwood wurde der brutale Mord an dem 17-Jährigen nun verhandelt, wodurch mehrere Details ans Licht kamen. So soll Justin T. in einem Mietwohnhaus ermordet worden sein, in dem seine drei Mörder zusammen lebten.

In fünf verschiedenen Schlafzimmern sollen die jungen Männer auf ihr Opfer eingeprügelt und es gefoltert haben, während Justin T. immer wieder um sein Leben gefleht haben soll.

Der Anführer, der Gruppe, Yigit E. (19), soll Chris H. (18) und Joel R. (18) schließlich befohlen haben Justin T. zu erstechen. Yigit E. soll auch der einzige in der Gruppe gewesen sein, der Justin T. vor der Tat kannte.

Der Anwalt von Chris H., Ken Buckman, sagte vor Gericht, dass sein Mandant ein sehr verängstigter, junger Mann sei, der vom Anführer der Gruppe dazu gezwungen wurde das Opfer zu erstechen.

Wurden die Teenager durch ihr Computerspiel zu Mördern?

Fünf Stunden Horror, bis zum Tod (Symbolbild).
Fünf Stunden Horror, bis zum Tod (Symbolbild).  © 123RF

Die Leiche von Justin T. brachten die Täter später in einem Auto in die Blue Mountains, wo sie ein flaches Grab aushoben. Laut des Gerichts hatten die Teenager ursprünglich Geld von ihrem Opfer erpressen wollen und es gegen seinen Willen in ihrer Wohnung festgehalten.

Am 19. März fanden Polizeibeamte den Ermordeten, nachdem er Tage zuvor vermisst gemeldet wurde, berichtet "Yahoo".

Kriminalinspektor Mr. Joe sagte, dass er glaube, das brutale Online-Videospiel habe die Angeklagten desensibilisiert. "Sie verstehen nicht, dass es irgendwelche Konsequenzen gibt und zeigen oft sehr wenig Reue", so der Inspektor laut "Daily Telegraph".

"Junge Kinder spielen diese Spiele stundenlang und verlieren den Sinn für die Realität. Sie denken, weil sie eine Person auf dem Bildschirm töten können, könnten sie dasselbe im wahren Leben tun."

Der Gerichtsprozess soll erst Ende Mai fortgesetzt werden.Dann müssen die drei jungen Männer ihre Aussagen machen.

Mehr zum Thema Mord:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0