Mann meldete seine Ehefrau vor 36 Jahren als vermisst: Kommt jetzt die Wahrheit ans Licht?

Sydney - Ein Australier ist mehr als 30 Jahre nach dem Verschwinden seiner Ehefrau als Mordverdächtiger festgenommen worden.

Nach 36 Jahren kam es zur Festnahme (Symbolbild).
Nach 36 Jahren kam es zur Festnahme (Symbolbild).  © 123RF

Der aus Sydney stammende Mann sei am Mittwochmorgen (Ortszeit) an der Goldküste in Queensland gefasst worden, teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales mit. Der 70-Jährige soll am Donnerstag dem Richter vorgeführt werden.

Das bisher ungeklärte Verschwinden seiner Ehefrau aus dem gemeinsamen Haus 1982 war durch den Podcast "Teacher's Pet" kürzlich einem Millionenpublikum bekanntgeworden.

Daraufhin seien neue Hinweise in dem 36 Jahre alten, ungeklärten Fall eingegangen, teilte die Polizei mit. Mindestens zwei neue Zeugenaussagen hätten zu der Festnahme geführt, sagte der Polizeichef von New South Wales, Mick Fuller.

Im September hatten Experten der Polizei an dem früheren Wohnhaus der Familie in Bayview, einem Vorort von Sydney, erneut nach der Leiche der damals 33-Jährigen gegraben.

Ihr Mann hatte eine Affäre mit einer Teenagerin

Komt es jetzt doch noch zu einer Verurteilung?
Komt es jetzt doch noch zu einer Verurteilung?  © 123RF

Es fanden sich aber weder Hinweise noch Überreste. Der Ehemann, ein ehemaliger Rugby-Spieler und Lehrer, hatte damals eine Affäre mit einer Schülerin im Teenageralter, die zwei Tage nach dem Verschwinden der zweifachen Mutter in das Haus der Familie einzog.

Er meldete seine Frau sechs Wochen lang nicht als vermisst. Sie sei möglicherweise mit einer religiösen Sekte mitgegangen, sagte er damals. Wiederholt bestritt er, mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben.

Gerichtliche Untersuchungen deuteten aber bereits 2001 und 2003 darauf hin, dass das Opfer vom Ehemann umgebracht worden war. Staatsanwälte lehnten eine Anklage wegen unzureichender Beweise ab. Die Polizei rollte den Fall 2015 wieder auf.

Titelfoto: 123RF

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